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Montag, 7. Juni 2010

Nachlese: ColoniaCon 2010


Am vergangenen Samstag fand in Köln der alle zwei Jahre ausgetragene "ColoniaCon" statt, zu dem ich mit Autorenkollege Christian Humberg angereist war, um eine interaktive Lesung unseres in Wolfgang Hohlbeins "Hexer von Salem"-Universum angesiedelten Abenteuerspielbuchs "Das schleichende Grauen" zu geben.

Die Lesung war recht früh am Tag - bereits mittags um 12 Uhr - angesetzt und der Lesungsort ungefähr so leicht zu finden, wie die Planungsunterlagen der Stadtverwaltung zum Abriss von Arthur Dents Haus in Douglas Adams "Per Anhalter durch die Galaxis". Umso erfreuter waren wir über die durchgehend positive Resonanz des Publikums auf unsere Präsentation, die mit einer Einführung zum Thema Lovecraft, Cthulhu, Hohlbein, Hexer & dem Konzept von Abenteuerspielbüchern begann und sich dann mit dem gemeinsam erlebten, weil durch das Publikum bestimmten Lesungsverlauf fortsetzte. Am Ende durften Christian und ich noch diverse Detailfragen beantworten. Alles in allem eine sehr schöne Veranstaltung.

Montag, 5. Oktober 2009

"Grauen"-Interview beim Geisterspiegel

Seit ein paar Tagen ist ein sehr schönes Interview beim Geisterspiegel online, das Sascha Vennemann mit Christian Humberg und mir zu unserem Buch "Das schleichende Grauen" geführt hat. Darin verraten wir nicht nur, wie viel Organisationsarbeit es bedarf, um ein Abenteuer-Spielbuch zu entwickeln, sondern auch, wie wir dazu kamen, ins "Hexer"-Universum einzutauchen und wie man den geheimen "Kultisten"-Spielstrang finden kann, der so jedem Spieler beim ersten Lesen durch die Lappen gegangen sein dürfte.

Montag, 6. April 2009

"Das schleichende Grauen" im Radio

Auf der Leipziger Buchmesse haben Christian Humberg und ich einer Reporterin von radioaktiv, dem Campusradio Rhein-Neckar, Rede und Antwort über unser Abenteuer-Spielbuch "Das schleichende Grauen" gestanden. Der Beitrag wird in der Sendung "frisch gepresst" am Ostersonntag um 20 Uhr zu hören sein - so der große Technik-Gott will. Einfach auf "reinhören" klicken und hören, was wir zu erzählen haben.

Montag, 16. März 2009

Auf der Leipziger Buchmesse

Es gibt ein Wochenende jedes Jahr im März, auf das ich mich besonders freue: das der Buchmesse in Leipzig. Das Ambiente der Hallen, der (im Vergleich zu Frankfurt) entspanntere Charakter einer Publikumsmesse, ein Wiedersehen mit alten und neuen Freunden und Bekannten und nicht zuletzt das städtische Umfeld machen den Trip nach Leipzig zu einem Wochenendausflug, der einfach Spaß macht.

Wie schon im letzten Jahr war ich mit Autorenkollege Christian Humberg vor Ort. Diesmal nicht nur, um Freunde und Kollegen zu treffen und Sondierungsgespräche für neue Projekte zu führen, sondern auch, um gleich zwei Lesungen auf der großartigen Fantasy-Leseinsel in Halle 2 zu bestreiten.

Noch am Freitag konnte ich am Messe-Stand von WerkZeugs, der sich auf Veranstaltungen wie diesen mehr und mehr zum Basislager für Fantasy-Autoren entwickelt, einen Probedruck meines "Moosbeere"-T-Shirts in Augenschein nehmen. Ich kann nur sagen: sehr süß geworden! Wenn das gute Stück in die Massenanfertigung geht, dürfte dies Moosbeeres Anhängerschaft nur noch vergrößern. :-)


Inhaltliches Highlight des Tages war sicher die zweieinhalbstündige Preisverleihung des Heyne-Wettbewerbs "Schreiben Sie einen magischen Bestseller", während der die fünf Finalisten ihre Werke vorstellten und die Jury um Bernhard Hennen schließlich Victoria Schlederer mit ihrem Roman "Auf des Teufels Maskerade" zur Siegerin erklärte.

Am Samstag stand für Christian und mich dann die "Interaktive Lesung" unseres Abenteuer-Spielbuchs "Das schleichende Grauen" auf dem Programm. Vor etwa 50 Zuschauern boten wir eine Dreiviertelstunde die Möglichkeit, nicht nur beschallt zu werden, sondern aktiv in die Geschichte einzugreifen. Erfreulicherweise hatte das Publikum sichtlich Spaß an dieser ungewöhnlichen Buchpräsentation und beteiligte sich rege an den Entscheidungen und Würfeleinlagen. Und bereits kurz darauf konnte Pegasus, die erstmalig auf der Leipziger Messe präsent gewesen waren und uns so den wunderbaren Samstagnachmittag-Slot für unsere Lesung ermöglicht hatten, vermelden, dass alle mitgebrachten "Grauen"-Bücher einen Käufer gefunden hatten. Wenn das kein schönes Ergebnis ist. :-)



Am Sonntagmittag war es mir dann vergönnt, vor ebenfalls durchaus gut besuchtem Haus meinen "Tarean" in einer halbstündigen Lesung vorzustellen. Besonders gefreut hat mich, dass während des Signierens im Anschluss eine Lehrerin an mich herantrat, um sich das Buch, das sie soeben für ihre Schulbibliothek gekauft hatte, "ihren Bücherwürmern" widmen zu lassen. Das toppte für mich noch fast die Begegnung mit einem vielleicht 12-jährigen Jungen, der - seinen Vater im Schlepptau - nach der "Grauen"-Lesung am Samstag zu Christian und mir an den WerkZeugs-Stand gekommen war und dann Papa so lange mit großen Augen angeschaut hatte, bis dieser ihm das Buch kaufte. (Die Autoren hoffen, dass der Filius durch die Lektüre derlei schundhafter Literatur keine "geistige Stabilität" verliert.) ;-)



Alles in allem waren die drei Messetage einmal mehr eine wunderbare Erfahrung, und ich schaue schon jetzt mit Vorfreude nach vorne: auf die Leipziger Buchmesse 2010.

Dienstag, 17. Februar 2009

Leipzig liest - und ich auch

"Leipzig liest" heißt das große Lesefest, das seit 1991 jährlich im Rahmen der Leipziger Buchmesse (12.-15.3.) stattfindet. "Die Besucher erleben bekannte und unbekannte, laute und leise, "neue" und "alte" Autoren, Künstler und andere Literaturfreunde hautnah." - So der Werbetext der Website.

Dieses Jahr bin auch ich mit von der Partie. Am Samstagnachmittag präsentiere ich gemeinsam mit Christian Humberg von 15:30 - 16:30 Uhr auf der Fantasy-Leseinsel (Halle 2, Stand H401) eine interaktive Lesung von "Das schleichende Grauen", das heißt, wir lesen und die Zuschauer entscheiden, wie es weitergeht. Am Sonntagmittag von 13:30 - 14:00 Uhr gibt es am gleichen Ort von mir eine kleine Lesung aus "Tarean - Sohn des Fluchbringers". Natürlich stehe ich nach beiden Veranstaltungen für Fragen zur Verfügung.

Hier die Ankündigung direkt auf der Website der Buchmesse.

Sonntag, 15. Februar 2009

"Hexer" beim Fantasyguide

Fantasyguide.de hat das Abenteuer-Spielbuch "Das schleichende Grauen", das ich zusammen mit Christian Humberg verfasst habe, besprochen. Der Rezensent Cronn urteilt:

Mit „Das schleichende Grauen“ hat Pegasus ein Werk im Programm, das den Titel „Abenteuer-Spielbuch“ zurecht trägt. Die beiden Autoren Christian Humberg und Bernd Perplies erschufen ein Buch, das in sich stimmig und atmosphärisch ist, so dass der Leser in die Situationen des Berliner Umfelds der Filmfabriken und der cthuloiden Intrigen nahezu hineingesogen wird.

Hier geht's zur ganzen Rezension.

Dienstag, 3. Februar 2009

Der Hexer im Weltraum

In der aktuellen Ausgabe der "Space View" (1/09) haben Christian Humberg und ich gemeinsam einen vierseitigen Artikel zum Thema "Abenteuer-Spielbücher" verfasst. Neben den Anfängen und den kuriosen Auswüchsen dieser Lies-weiter-bei-Literatur gibt es natürlich auch einen kleinen Überblick der aktuellen Spielbuchproduktion. Hierzu haben uns nicht nur Christoph Hardebusch, Casjen Klosterhuis und Jens Schumacher Rede und Antwort gestanden, wir erzählen auch selbst ein paar Sätze zu unserem "Hexer"-Spielbuch "Das schleichende Grauen".

Sonntag, 30. November 2008

Tarean/Hexer-Adventskalender

Ich habe noch einmal umdisponiert und den Adventskalender lieber auf meine Website gestellt, damit hier nicht 24 Einträge das Blog überfüllen. Wer neugierig ist, kann ab 1. Dezember jeden Tag einen kleinen Einblick hinter die Kulissen meines Schaffens bekommen.

Mittwoch, 12. November 2008

Gespräch mit zwei Hexern

In der Ausgabe #207 des "Corona Mazaginzes" ist ein Interview von Christian Humberg und mir - unseres Zeichens Autoren des "Hexer"-Spielbuchs "Das schleichende Grauen" - erschienen. Und weil man am Besten alles zwei Mal sagt, damit man erhört wird, haben wir es beim Ringboten (mit freundlicher Genehmigung) gleich nochmal veröffentlicht. Wer also wissen will, was uns getrieben hat, dieses Buch zu schreiben, wer hier einen Cameo-Auftritt hat und warum das Ganze überhaupt im Filmmilieu des Berlins der 1920er angesiedelt ist, der möge sich unser wohlfeiles Schwadronieren über alte Götter und die cthuloide Welt zu Gemüte führen.

Samstag, 1. November 2008

Lest weiter bei!

Auf dem 18. Dreieicher Rollenspieltreffen, kurz DreieichCon, das vom 22. bis 23. November im Bürgerhaus Dreieich-Sprendlingen stattfindet, werden Kollege Christian Humberg und ich am Sonntag, um 14 Uhr, ein kleines Experiment starten. Wir nennen es "die interaktive Lesung". Nach einer kurzen Einführung zum Thema "Lovecrafts Cthulhu und Hohlbeins Hexer" werden wir aus unserem ersten gemeinsam verfassten Abenteuer-Spielbuch "Das schleichende Grauen" vorlesen - und dabei das Publikum entscheiden lassen, wie die Geschichte in entsprechenden Entscheidungsmomenten weitergehen soll! Wir hoffen, dass es ein lustiges Gemeinschaftserlebnis wird - und wer danach ein Buch erwerben oder signieren lassen will, wird sicher auch seine Chance dazu erhalten. ;-)

Samstag, 25. Oktober 2008

Call me Steve Jackson

Ich mag Steve Jackson. Ich mag ihn wirklich. Er hat dem Rollenspiel unglaublich viel gegeben (zuletzt das Brettspiel "Munchkin Quest"). Aber warum (WARUM?) musste er am Freitag, um 13 Uhr, auf der SPIEL in Essen unbedingt parallel zu meinem Kollegen Christian Humberg und mir seine Signierstunde abhalten?

Damit das niemand falsch versteht: Wir hatten durchaus unseren Spaß (siehe Foto). Nur wäre es vielleicht noch befriedigender gewesen, wenn nicht jeder zweite Neugierige uns gefragt hätte, wer von uns beiden Steve Jackson sei. Und als dann auch noch ein Scherge des Meisters auftauchte und von uns den schönen, silbernen Edding einforderte, den wir uns zum Signieren des Buchcovers von "Das schleichende Grauen" beim Pegasus-Stand geklaut hatten, war uns schließlich klar, wer hier der Mann der Stunde war. (Seufz...) ;-)

Dienstag, 21. Oktober 2008

Gewinnspiel im "Corona Magazine"

"Hexer"- und Spielbuch-Fans aufgepasst: In der aktuellen Ausgabe des "Corona Magazines" könnt ihr mit etwas Glück eines von drei Exemplaren von "Das schleichende Grauen" gewinnen. Einfach den Phantastik-Newsletter, der übrigens schon in der 206. Ausgabe erscheint, durchlesen, eine Frage beantworten und man ist im Lostopf drin. :-)

Sonntag, 19. Oktober 2008

Das Grauen ...

Endlich halte ich es in den Händen: "Das schleichende Grauen". Und wie man sehen kann, erfüllt mich allein die Nähe dieses blasphemischen Werks mit einem so ausgeprägten Unwohlsein, einer solch archaischen Furcht, dass es mir unmöglich war, mein sonst so telegenes Autorenlächeln aufzusetzen. (Und ich habe das Buch noch nicht einmal aufgeschlagen, geschweige denn, darin gelesen...) ;-)


Ich hoffe, mein Co-Autor Christian Humberg, dem ich in meinem Leichtsinn gleich fünf Exemplare gegeben habe, weilt noch unter denen, die sich eines gesunden Verstandes erfreuen können...

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Cthulhu erwacht

Heute habe ich eine E-Mail von Pegasus erhalten, dass "Das schleichende Grauen" im Lager eingetroffen ist. Es kann sich also nur noch um Tage handeln, bis alle Freunde cthuloider Spielbuch-Unterhaltung das gute Stück in den vor Vorfreude zuckenden Tentakeln halten können. In Kürze wird dann übrigens auch das "Bonusmaterial" auf meiner Website aufgestockt. Vorbeischauen lohnt sich also. :-)

Montag, 13. Oktober 2008

Wir sind Millionär!

Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber es ist wahr: Auf Amazon.de werden mehr als 1 Million Bücher zum Kauf angeboten. Woher ich das weiß? Nun, Christian Humbergs und mein Abenteuer-Spielbuch "Das schleichende Grauen" belegt zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Eintrags Rang 1.035.745 in der Sparte Bücher. Eine beeindruckende Zahl, auf die wir fast stolz sind (man muss ja alles mal erlebt haben)! ;-)

Nun ist das allerdings nicht weiter verwunderlich, denn Amazon berechnet seine Ränge anhand der Verkäufe pro Zeiteinheit - und da der zweite Band der Abenteuer-Spielbuch-Reihe in der Welt von Wolfgang Hohlbeins "Hexer von Salem" noch gar nicht erschienen ist, kann er sich schwerlich verkaufen. Doch das soll und darf sich bereits binnen einer Woche ändern. "Soll" bedeutet, dass der Roman jeden Tag aus der Druckerei erwartet wird. "Darf" heißt, dass wir uns durchaus freuen, wenn wir unseren Millionärsstatus dann auch verlieren.

In diesem Sinne: Macht uns arm! ;-)

Dienstag, 7. Oktober 2008

2 Bücher, 2 Messen, 1 Mission

So. In den kommenden drei Wochen stehen gleich zwei große Messen an, die ich in jedem Jahr schon an Silvester rot in meinem neuen Kalender eintrage: die Buchmesse in Frankfurt und die SPIEL in Essen.

Auf beiden Messen werde ich anwesend sein, um sowohl "Tarean - Sohn des Fluchbringers" als auch "Das schleichende Grauen" interessierten Lesern vorzustellen.

Auf der Buchmesse, genau genommen dem begleitenden BuCon in Dreieich, werde ich am Samstag, den 18.10., um 13 Uhr, im Hangardeck aus "Tarean" lesen. Leider wurde ich zeitlich gegen Daniela Knor und Bernhard Hennen gesetzt, deren Lesungen ich gleich beide liebend gerne selbst gehört hätte. (Ach, Autorenleid...)

Auf der SPIEL eine Woche später stehen dann Kollege Christian Humberg und ich am Freitag, den 24.10., um 13 Uhr, am Pegasus-Stand (Halle 6) bereit, um cthuloiden Ermittlern und Hobby-Hexern unser Abenteuerspielbuch "Das schleichende Grauen" aus der "Hexer von Salem"-Reihe (frei nach Wolfgang Hohlbein) zu signieren und ein paar Tentakel zu schütteln.

Ich hoffe, man sieht sich!

Montag, 4. August 2008

Chaos über Berlin

Gestern Nacht, um 23:20 Uhr, war es soweit. Das Manuskript des „Hexer“-Spielbuchs wurde von Christian und mir an Pegasus Spiele geschickt. Wir sind fertig! (Naja, im Prinzip zumindest – jetzt kommt die Test- und Lektoratsphase.) Aber, Jungejunge, das war ein gutes Stück Arbeit. Es ist gar nicht so leicht, 350 Abschnitte so zu verbinden, dass sie einerseits eine gute Geschichte und andererseits ein Entscheidungsspiel ohne inhaltliche Sprünge ergeben. Zwar sind drei Rückseiten von DIN-A1-Filmpostern, die man mit einem abenteuerlichen Strukturbaum bemalt, durchaus eine unschätzbare Hilfe, um das Woher und Wohin zu erkennen, doch der Teufel steckt wie immer im Detail. Da hat man hier eine Person mit Namen kennen gelernt, aber im parallelen Handlungsstrang nicht. Eben glitzern noch die Sterne am nächtlichen Himmel und plötzlich ist es bewölkt. Und ist der Spieler gegen Ende halb wahnsinnig oder schon ganz – und wie viel Wahnsinn verträgt das Ende eigentlich? Wer da nicht höllisch aufpasst, hat ganz schnell Anschlussfehler produziert – übrigens wie beim Film, um den es ja in „Das schleichende Grauen“ geht, denn auch der besteht meist aus Hunderten wild durcheinander hergestellter Abschnitte (Einstellungen), die erst der Schnitt am Ende zusammenfügt. Alles in allem denke ich aber, dass wir uns ganz wacker geschlagen haben. Action, Horror, große Gefühle, denkwürdige Cameos und ein furioses Finale werden auch unsere Lektoren und (später) Leser hoffentlich in den Bann schlagen.

Freitag, 4. Juli 2008

Lies weiter bei 231

Mensch, ist das lange her… dass ich mit Bleistift, Papier und Würfel bewaffnet vor einem Buch saß, durch Verliese streifte, Monster bekämpfte und hinter jeder dritten Ecke den sicheren Tod erwartete, während sich sukzessive, auf meinen Entscheidungen basierend, die Geschichte entfaltete. „Abenteuerspielbuch“ hieß diese bellestristische Subgattung, die in den 1980ern höchst erfolgreich eine Nische irgendwo zwischen Fantasy-Romanen und Rollenspiel-Abenteuern besetzte – die „Fighting Fantasy“-Bücher von Steve Jackson und die „Einsamer Wolf“-Reihe von Joe Dever bildeten da nur die Spitze des Eisbergs.

In den 1990ern wurde es sehr ruhig um diese Einstiegsdroge für angehende Rollenspieler – bis Pegasus Spiele vor ein paar Jahren sich daran machte, dem Klassiker von einst zu neuem Glanze zu verhelfen. Sechs Spielbücher der neuen Generation sind seitdem erschienen: zwei zu Markus Heitz’ „Ulldart“, zwei zu Markus Heitz’ „Zwergen“, eins zu Christoph Hardebuschs „Trollen“ und eins zu Wolfgang Hohlbeins „Hexer“-Universum. Und jetzt, nach der ewig langen Hinleitung, endlich der Knaller: Es wird Ende des Jahres ein weiteres „Hexer“-Spielbuch geben – und ich bin einer der zwei Autoren!

Okay, das habe ich schon vor zwei Monaten verkündet, aber damals war es noch eine hehre Absichtserklärung, auf einmal wird das Ganze tatsächlich Realität. Genau jetzt (na schön, nicht _genau_ jetzt) sitzen Christian Humberg und ich in meinem Wohnzimmer, und uns rauchen die Köpfe, denn eine Geschichte in 350 wild kombinierbaren Abschnitten zu erzählen, erfordert weit mehr Abstraktionsvermögen, als man gemeinhin so annimmt (und obendrein extrem große Bögen weißen Papiers).

Und trotzdem sind wir Feuer und Flamme. Denn es ist nicht nur ein tolles Gefühl, einen Beitrag zum „Hexer“-Universum Wolfgang Hohlbeins leisten zu dürfen, es macht auch geradezu cthuloiden Spaß, eine Geschichte zu ersinnen, mit der nicht nur der Leser spielt, sondern die im Gegenzug auch mit dem Leser spielt. Noch liegt eine Menge Arbeit vor uns, aber ich kann schon jetzt sagen: Das fertige Buch wird ein Leckerbissen für „Hexer“-Fans – und ein augenzwinkernder Spaß für Kenner des frühen deutschen Stummfilms. ;-)

Lies weiter bei 187