Dienstag, 1. Januar 2019

Das war 2018


So, damit ist 2018 nun auch Geschichte. Gestern Nacht ging es mit Böllern und (erstaunlich viel) buntem Feuerwerk dahin. (Der Nachwuchs, der mit 3 Jahren nun zum ersten Mal bewusst den Jahreswechsel erlebt hat, war übrigens hin und weg von der farbenprächtigen Knallerei, die zum "Geburtstag der Erde" veranstaltet wurde.) Wie jedes Jahr möchte ich an dieser Stelle ein bisschen zurück und ein bisschen voraus blicken, auf das, was gut, und das, was nur halb gut, war.

Man sieht es auf dem Foto: Auch 2018 hatte ich keine Langeweile. Zugegeben, vier der Bücher ("Tsukuymi", "Das Archiv des Wächterbundes", "Die Hilfskräfte" und "Geschichten aus den Herbstlanden") sind Anthologien, zu denen ich nur eine Kurzgeschichte beigetragen habe. Und die beiden Versionen der 10-Jahre-Jubiläumsausgabe von "Tarean - Sohn des Fluchbringers" sind Reprints - die allerdings eine Menge Arbeit gemacht haben. Aber dazu gleich mehr. Dafür wirkt der Klopper im Zentrum - "Frontiersmen: Civil War" - beinahe dezent, obwohl sich eine sechsteilige E-Heftroman-Serie dahinter verbirgt, die mich echt auf Trab gehalten hat (aber dafür auch wirklich schick geworden ist).

Apropos "schick". 2018 war durchaus nicht arm an Highlights. Zum einen wurde die englischsprachige Ausgabe von "Star Trek Prometheus" von Titan Books komplettiert. Nun gibt es schon drei Romane, auf denen mein Name steht, in einer Sprache, die wirklich global ist. Und nach dem irrationalen Gejammer einiger Rezensenten im Anschluss an den ersten Band ("Ich dachte, das wäre TNG, aber da spielt ja Captain Kirk am Anfang mit ..."), haben mein Co-Autor Christian Humberg und ich nun auch ein paar wirklich euphorische Feedbacks aus der internationalen Community erhalten. Das freut uns wirklich! Außerdem ist ein zweites Abenteuer unserer heiteren "Wächter von Aquaterra"-Reihe erschienen, deren schräger, an "Drachengasse 13" gemahnender Humor mir wirklich gefällt. Leider bleibt die Reihe verkaufstechnisch hinter den Erwartungen zurück, sodass dessen Zukunft in den Sternen steht. SF hat es halt doch schwerer am Buchmarkt als Fantasy.

Ein kleines Fest war mir auch "Der Weltenfinder", meine zweite (Solo)Reise ins Wolkenmeer. Ich habe hier mal ein Experiment unternommen, indem ich völlig andere Protagonisten gewählt habe - sodass man das Buch perfekt für sich lesen kann - und einige Helden des Vorgängerbands "Der Drachenjäger" zu Nebenfiguren machte. Das hat erstaunlich gut funktioniert. Meine Sorge, dass die bekannten Gesichter den neuen Recken die Show stehlen könnten, hat sich jedenfalls nicht bewahrheitet. Eigentlich haben sich alle ganz gut verstanden.

Als weiteren Höhepunkt des Jahres habe ich 10 Jahre "Tarean - Sohn des Fluchbringers" gefeiert, meinen Debütroman von 2008, und anlässlich dieses schönen Jubiläums zusammen mit dem Mantikore-Verlag eine Special Edition des Romans herausgebracht: im Hardcover, mit überarbeitetem Text, großartigen Illustrationen und dickem Bonusmaterial. Ein Fest, sage ich euch. Ein Fest! Band 2 und 3 folgen übrigens 2019, also ebenfalls 10 Jahre nach ihrem ersten Erscheinen.

Und sonst so? Viele "Playmobil"-Comics, die mit ihren kleinen, knackigen, witzigen Geschichten nach wie vor eine Riesengaudi sind, und dazu ein weiterer, übersetzter "Star Trek"-Roman, den ich allen nur empfehlen kann (die "Rise of the Federation"-Reihe ist wirklich gut). Das war es so, was 2018 für mich bereitgehalten hat.

Nun hat 2019 begonnen, ein Jahr, für das ich mir zwei Dinge vorgenommen habe: Nicht mehr mehr Jobs annehmen, als ich guten Gewissens abarbeiten kann. Das erzeugt nur Stress und macht alle Beteiligten traurig. Und: Überhaupt etwas kürzer treten. Denn wir erwarten ein zweites Mal Nachwuchs, und auch wenn Arbeitspausen bei Freischaffenden, wie uns Autoren, immer direkt auf den Geldbeutel gehen, möchte ich natürlich in den kritischen Wochen voll uns ganz für die Familie da sein.

Trotzdem könnt ihr ein paar Novitäten erwarten. Zum einen werden - wie erwähnt - die "10 Jahre Jubiläumseditionen" von "Tarean - Erbe der Kristalldrachen" und "Tarean - Ritter des Ersten Lichts" erscheinen, auch überarbeitet, illustriert und mit unterhaltsamem Bonusmaterial ausgestattet. Außerdem kommt ein eigenständiger SF-Roman bei Bastei Lübbe heraus, "Am Abgrund der Unendlichkeit" (entgegen anders lautender Datumsangaben allerdings erst im Sommer). Natürlich bleibe ich "Playmobil" treu. Und obendrein machen Gerüchte die Runde, dass ich auf der Buchmesse 2018 in Frankfurt ein sehr gutes Gespräch mit dem "Perry Rhodan"-Chefredakteur Klaus Frick hatte. ;-) An zwei bis drei Anthologien werde ich wohl ebenso beteiligt sein. Sprich: So ganz weg vom Fenster bin ich auch in diesem Jahr nicht.

Zum Abschluss bleibt mir nur noch, einen Dank in die Runde von Freunden, Kollegen und Lesern zu werfen - von der Familie ganz zu schweigen! Ohne euch gäbe es all das dort oben nicht. Ich weiß euer Verständnis, euren Input und eure Treue wirklich zu schätzen. Möge daher auch euer Jahr 2019 vor allem gut sein! Prost! :-)