Heute beginnt die Frankfurter Buchmesse. Ich bin dieses Jahr nicht dabei. Nicht so sehr wegen Corona - im bin zweifach geimpft, habe kein Problem mit FFP2-Masken und bin nicht übermäßig ängstlich diesbezüglich -, sondern aus privaten Gründen. Das bedaure ich, aber es ging einfach nicht anders.
Wer trotzdem Lust hat, sich über meine Bücher zu informieren und/oder mich virtuell zu treffen, für den gibt es durchaus Möglichkeiten.
Zum einen ist immer noch der schicke, virtuelle Stand online, den ich im Sommer für die Buchmesse Saar gebucht habe. Hier werden alle neueren Bücher von mir vorgestellt, inklusive Bestellmöglichkeiten.
Zum zweiten lese ich gemeinsam mit Christian Humberg am Samstag auf dem virtuellen BuCon aus der Neuausgabe von "Drachengasse 13 - Schrecken über Bondingor". Ob wir verteilte Rollen über Discord hinbekommen, muss sich noch zeigen. Zur Not übernimmt jeder von uns eine Szene. Um 14 Uhr geht's auf dem Twitch-Kanal des Con los. Seid gern dabei.
Ansonsten bin ich natürlich immer und jederzeit über die Kontakt-Email-Adresse meiner Website erreichbar. Und ich versende auch gern signierte Bücher auf Wunsch, nur falls jemandem der alljährlichen Messe-Kaufrausch fehlt. Einfach melden. :-)
Mittwoch, 20. Oktober 2021
Es ist Buchmesse! Und ich bin nicht da ...
Freitag, 15. Oktober 2021
Der Drache ist gelandet
Eine kleine Anekdote aus dem Leben eines Autors und Vaters.
Ich komme heute in der Mittagszeit vom Einkaufen zurück. Im Flur liegt ein großes, schweres Paket. Edition Roter Drache! Sofort werden meine Augen groß und mein Herz schlägt schneller. Runter damit in mein Kellerbüro und rasch aufgepackt. Oh ja! Es sind die Belege von "Drachengasse 13 - Schrecken über Bondingor". Und wie schön sie aussehen! Wusstet ihr, dass der Ausgabe ein rotes Lesebändchen spendiert wurde? Ein Lesebändchen! Das hatte ich bislang nur in meinem Prestige-Hardcover von "Flammen über Arcadion".
Voller Freude begebe ich mich zurück nach oben und präsentiere das Werk dem Großen (6 Jahre). "Schau mal, das hat Papa geschrieben. Das kann dir Mama in den nächsten Tagen abends vorlesen. Da geht es um drei Kinder, die tolle Abenteuer in einer bunten Fantasy-Stadt erleben." Er schaut etwas desinteressiert das Cover an, klemmt pflichtschuldig das Buch unter den Arm und tappt dann in die Küche. "Mhm. Und wo ist jetzt mein Essen?"
Seufz.
Also, schöne Grüße an alle, die nicht nur an "das eine" denken: Die Neuausgabe von "D13" ist somit offiziell erschienen. Jetzt erhältlich bei der Buchhändlerin eures Vertrauens. Oder natürlich bei Edition Roter Drache, bei Christian Humberg und mir.
Mittwoch, 13. Oktober 2021
Bildergeschichten satt!
Ein Fest für Freunde der gepflegten Spielzeug-Bildergeschichte: Vor 11 Tagen ist mein neuer Playmobil-Comic in den Handel gekommen, der sich mit den Tücken des Zollwesens beschäftigt. Am Samstag muss sich Prinz Arwynn wild gewordenen Knochenmännern stellen. Und ebenfalls am Samstag erscheint - passend zum neuen Kinofilm - mein zweites Comic-Abenteuer der berühmten Geisterjäger von New York. Da ist für jeden was dabei, würde ich sagen.
Mittwoch, 8. September 2021
Alles Gute, Star Trek - ein bisschen Erinnerung
Heute wird „Star Trek“ 55 Jahre alt. Vor 55 Jahren flogen Captain Kirk, Spock, Doktor McCoy und all die anderen an Bord der Enterprise hinaus ins All, um unbekannte Welten und neue Zivilisationen zu entdecken. Schon 3 Jahre später hätte alles wieder vorbei sein können, denn TOS (The Original Series) wurde abgesetzt. Doch das Fandom hielt „Star Trek“ am Leben und half dabei, es zurückzubringen. Und dafür bin ich extrem dankbar, denn wie viel ärmer wäre mein Leben als Genre-Fan gewesen, wenn es „Star Trek“ nicht gegeben hätte!
Bei mir ging es damals in der Mittelstufe – also Anfang der 1990er – so richtig los. Im Fernsehen lief „Das nächste Jahrhundert“, in der Schule tauschten wir im Freundeskreis die Heyne-Romane aus, weil niemand von uns viel Geld hatte, wir aber nicht genug von den Abenteuern von Kirk und Picard und ihren Crews bekommen konnten. „Uhuras Lied“, „Die Tränen der Sänger“, „Schwarzes Feuer“ und „Überlebende“ sind nur ein paar der Titel, die ich damals las.
Eine Weile verdrängte dann das aufkommende Expanded Universe von „Star Wars“ meine Begeisterung für „Star Trek“, dennoch blieb ich dem Franchise immer verbunden – und spätestens mit dem Erscheinen der ersten DVD-Boxen Anfang der 2000er war ich wieder voll im „Star Trek“-Fieber. Seitdem ist es nicht mehr abgeklungen. Von einer nicht unbeträchtlichen Wissenslücke in Sachen „Deep Space Nine“ abgesehen, dürfte ich fast alle Episoden aller Serien mittlerweile kennen, ich habe Dutzende Romane verschlungen, zahllose PC- und Brettspiel-Adaptionen gespielt, und meine Sammlung an Eaglemoss-Raumschiffmodellen dürfte wohl 3 Vitrinen füllen (aber ich beschränke mich aus Platzgründen auf eine Wechselausstellung in einer).
Da ich schon immer nicht nur Konsument war, sondern auch erschaffen wollte, war ich hellauf begeistert, als ich nach einem Praktikum im HEEL-Verlag während meines Studiums 2001 die Gelegenheit bekam, über „Star Trek“ zu schreiben. Gemeinsam mit Christian Humberg verfasste ich Reiseführer-Artikel über Welten wie Bajor, Vulkan und Romulus und stellte Alien-Völker wie die Betazoiden und die Vorta vor. Ein paar Jahre später – 2009 – ging es dann mit meiner Übersetzungsarbeit für Cross Cult los. Mein erster Roman damals: „Widerstand“ von J. M. Dillard. Mittlerweile habe ich fast 20 Werke der US-Kollegen ins Deutsche übertragen.
Über die bisherige Krönung meines Lebens als „Star Trek“-Fan muss ich wohl kaum noch Worte verlieren: 2016, zum 50-jährigen Jubiläum, kamen mit der „Star Trek: Prometheus“-Trilogie die ersten original deutschsprachigen „Star Trek“-Romane überhaupt auf den Markt – geschrieben von Christian und mir. Mehr kann man sich als Autor und Fan echt nicht wünschen. Dass die Romane dann auch noch hinüber in die USA exportiert wurden, also dorthin, wo im Grunde alles an „Star Trek“-Inhalten seinen Ursprung hat, war noch das Sahnehäubchen.
Heute ist „Star Trek“ lebendig wie lange nicht mehr. Fast ein halbes Dutzend neuer Serien laufen schon oder stehen in den Startlöchern. Comics und Romane erscheinen – nach kurzem Ruckeln in den letzten 2 Jahren – wieder in schöner Regelmäßigkeit. Und, he, es gibt eine Enterprise von Playmobil! (Okay, unbezahlbar – aber cool.) Auch für mich geht es natürlich weiter mit „Star Trek“. Aktuell übersetze ich vor allem, aber auch „STP“ ist keineswegs abgeschrieben. Sowohl Cross Cult als auch Christian und ich hätten Lust auf eine Fortsetzung. Drückt die Daumen, dass es klappt.
In diesem Sinne: Danke, „Star Trek“, für 55 Jahre gute Unterhaltung (oder runde 30 in meinem Fall). Und ein „Hoch die Tassen“ auf die Fans (also uns), die das Franchise in vielerlei Hinsicht beleben und weitertragen. Live long and prosper! :-)
Dienstag, 7. September 2021
Da steppt der Drache!
Nur noch 4 Wochen, dann erscheint die neue Ausgabe von "DRACHENGASSE 13 - SCHRECKEN ÜBER BONDINGOR" bei Edition Roter Drache. Wir freuen uns darauf schon wie ein Kobold auf ein Schälchen "leckeres Getrinks" (vergorene Milch).
Da wir auch hinter den Kulissen nicht ruhen, gibt es heute gleich mal den Doppelschlag! Zum einen haben wir die offizielle Website - drachengasse13.de - aktualisiert und optisch runderneuert, damit sie zu den neuen Büchern passt. Außerdem starten Christian Humberg und ich ab heute eine tolle Vorbestellaktion.
Ihr möchtet ein von beiden Autoren handsigniertes Exemplar des Romans direkt an eure Haustür geliefert bekommen, vielleicht sogar mit persönlicher Widmung? Dann bestellt es JETZT vor - auf drachengasse13.de oder einfach per Nachricht an Christian.
Die Aktion läuft bis zum 8. Oktober, also beeilt euch und sagt es gerne weiter. Unter den ersten 20 Vorbestellungen verlosen wir zudem drei Exemplare der Hörbuch-CD "D13: LICHTFESTMAGIE UND ANDERE ZAUBER", gelesen von Christian.
Hier geht's zu den Büchern:
http://www.drachengasse13.de
EDIT: Natürlich könnt ihr auch nach dem Termin bei uns signierte Bücher erwerben, aber da Christian und ich uns nicht mehr so oft sehen wie früher - fast 2 Jahre ist unser letztes reales Treffen her, wie wir jüngst entsetzt feststellen -, gibt es dann eben nur eine Unterschrift ins Buch, nämlich von demjenigen von uns beiden, bei dem ihr euch meldet.
Mittwoch, 2. Juni 2021
Drachengasse 13 ist zurück!
2011 haben Christian Humberg und ich erstmal junge und jung gebliebene Leser in das unsichtbare Haus in der "Drachengasse 13" entführt. Vier spannende, kunterbunte Abenteuer lang waren unsere Helden Tomrin, Hanissa, Sando und Fleck dann in der quirligen Fantasy-Metropole Bondingor unterwegs. Sie stiegen in die Tiefen der Zwergenstollen hinab, versuchten, aus dem Bau der Xix zu entkommen und mussten sich sogar bösen Spiegelwesen stellen!
Dann wurde es, abgesehen von ein paar Kurzgeschichten, eine Weile ruhig um die vier - zu ruhig, wie Christian und ich fanden, denn Bondingor hat noch mehr Geschichten zu bieten!
Und so geht es - passend zum 10-jährigen Jubiläum! - 2021 wieder los! In neuer, äußerst schicker Aufmachung (Lea Heidenreich hat sich hier echt selbst übertroffen), mit überarbeitetem Text und vielen Ideen für die Zukunft startet "Drachengasse 13" bei der Edition Roter Drache neu durch. Und wir hoffen, ihr seid wieder - oder erstmals - mit dabei. 🥳🙂
Donnerstag, 27. Mai 2021
Lucius Adler in Russland
"Seine Werke wurden in 10 Sprachen übersetzt." Das ist so ein Satz, den man als Autor besonders gern in die eigene Vita schreibt. Denn was, wenn nicht Auslandslizenzen, geben einem das Gefühl, es geschafft zu haben? 😉 Heute kam eine neue bei mir hinzu: die russische Ausgabe von "Die unheimlichen Fälle des Lucius Adler". Mit Glanzschrift und geprägten (!) Kindern auf dem Cover. Wenn das nicht luxuriös ist! Obwohl ich absolut kein Wort lesen kann (aber ich glaube, in meinem Nachnamen fehlt ein "e"), hat mir diese Büchersendung heute den Tag versüßt - also, ihr Verlage, gern mehr davon! 😁
Freitag, 14. Mai 2021
Das Fandom lebt!
Es gibt sie also noch! Junge Leser*innen, die sich von "Drachengasse 13" begeistern lassen. Daher durfte ich heute ein Paket mit gleich 18 signierten Exemplaren "Der dämonische Spiegel" und 85 Signierkarten an eine Schule in Homburg schicken, wo "D13" gerade im Kunstunterricht (!) Thema ist. (Und es waren nur deshalb bloß 18 Bücher, weil damit all meine Restbestände am vierten Band von "D13" aufgebraucht sind.) Darauf hebe ich einen Humpen Erdbeerbrause!
Mittwoch, 12. Mai 2021
Lauscht der Geschichte des Weltenfinders!
Leise, still und heimlich hat sich "Der Weltenfinder" zu Audible geschlichen. Ich weiß nicht genau, wann in den letzten Wochen es passiert ist, aber auch die zweite Reise ins Wolkenmeer ist jetzt als Hörbuch erhältlich. Und Correns Suche nach der versunkenen Stadt ThaunasRa scheint den Leuten Spaß zu machen. Das freut mich ungemein. 🙂
Donnerstag, 11. Februar 2021
Verspielt ins All
Auf Tor Online ist ein weiterer meiner heiteren Brettspiel-Artikel veröffentlicht worden. In "To Boldly Roll – 5 Brettspiele für Star-Trek-Fans" entdecke ich neue Würfel-Welten und neue Meeple-Zivilisationen und stoße dabei in Spiele-Galaxien vor, die manch ein Gamer noch nicht gesehen hat.
Sonntag, 22. November 2020
Plauderei über TNG
"Ray, wenn dich irgendjemand fragt, ob du ein Gott bist ...". Ach, nein, falscher Film. Aber in diesem Sinne: Wenn mich zwei gute Freunde, die einen tollen TV-Serien-Podcast produzieren, fragen, ob ich mit ihnen über "Star Trek TNG" sprechen will ... dann sage ich JA! Das Ergebnis lässt sich jetzt anhören. Also: Runterladen und Spaß haben. (Vereinzelte Ansichten, dass wir stellenweise Unsinn erzählen und in Wahrheit einen Tachyonenstrahl nicht von einem Polaronstahl unterscheiden können, sind übrigens nichts als "Fake News", verbreitet von Romulanern, um die Sternenflotte zu diskreditieren). 🙂
Mittwoch, 12. August 2020
Brettspiele zu Videogames
Ich habe für Tor Online mal wieder meine Brettspielsammlung aus dem Schrank geholt - und stelle diesmal "Fünf Brettspiele zu Videogames" vor. Wie seht ihr das? Befruchten sich Brettspiele und Videogames? Oder ist das eine stets nur ein müder Abklatsch des anderen, wenn etwa "Fallout" vom PC auf den Wohnzimmertisch oder "Talisman" von dort auf den PC geholt werden?
Dienstag, 4. August 2020
Die Wächter von Aquaterra in der Türkei
Unverhofft kommt oft. An diese türkische Lizenzausgabe von "Die Wächter von Aquaterra" habe ich schon gar nicht mehr gedacht, da trudeln auf einmal Belegexemplare ins Haus. "Ein fantastischer und superlustiger Trip", wie der Werbeslogan auf dem Cover verspricht (wenn mich Google Translate nicht völlig im Stich gelassen hat). Ich finde die Interpretation der Kids wirklich interessant. Und der leicht angenervt dreinschauende Affe in der Bildecke ist natürlich top! 😁
Dienstag, 23. Juni 2020
Der Run läuft!
"Überlandexpress" hat mir gerade eine brandheiße Lieferung an hochbrisanter Ware übergeben. Triple-A-Konzerne werden versuchen, die Verbreitung dieses Wissens zu unterdrücken. Drachen werden Shadowrunner auf mich ansetzen. Aber es gibt kein Zurück! Das Schicksal von "Nachtmeisters Erben" muss enthüllt werden! (Und ist jetzt auf jedem gut sortierten Schwarzmarkt zu erwerben.) 😉
Sonntag, 21. Juni 2020
Filmreife Fantasy-Soundtracks
Ich höre gern Film- und Serien-Soundtracks - zum Schreiben, zum Entspannen und überhaupt. Und weil mir das so einen Spaß macht, schreibe ich manchmal auch darüber. Wie gerade wieder bei Tor Online. Diesmal geht es um "Die 10 besten Fantasy-Soundtracks". (Und bevor die Überschrift wieder zu Diskussionen führt: Natürlich ist das eine grobe Vereinfachung. Das muss halt so sein. Gemeint ist: "10 Fantasy-Soundtracks, die Bernd echt gut findet und daher Leuten, die wenig Ahnung von Soundtracks haben, empfehlen möchte". Aber das hätte nicht in eine Zeile gepasst.)
Mittwoch, 10. Juni 2020
Die Abenteuer zum Roman
Heute hat ein außergewöhnliches Buch bei mir Einzug gehalten: der "Shadowrun"-Abenteuerband "Im Schatten der Drachen". Das Besondere daran: Das Buch wurde parallel zu meinem Roman "Nachtmeisters Erben" entwickelt, und die Abenteuer darin stellen gewissermaßen Vorgeschichten zu dem Geschehen in dem Roman dar. Gemeinsam treiben sie ein Stück Metaplot in den ADL des Jahres 2080 voran. Diese Art von Verknüpfung fand (und finde) ich ehrlich gesagt ziemlich genial. Ich bin gespannt, was die Runnergemeinde da draußen darüber denkt. 🙂
Donnerstag, 23. April 2020
Der vierte Haken auf der Liste
„Shadowrun“ und ich, das ist mittlerweile eine 28-jährige On-Off-Liebe. Anfang der 1990er habe ich mir das Grundregelwerk der ersten Edition gekauft, das mit dem dunkelblauen Einband und dem Elfendecker, dem indianischen Straßensamurai und der Magierin in Hotpants auf dem Cover (und vermutlich war die Magierin damals der Hauptgrund für den Erwerb). Parallel dazu zogen die ersten Romane von Heyne bei mir ein, beginnend mit Robert N. Charrettes „Lass ab von Drachen“ (ein Rat, der auch heute noch klug ist). Bis zur „Deutschland in den Schatten“-Trilogie von Hans-Joachim Alpers habe ich die Romanreihe seinerzeit verfolgt, danach wurde ich durch „Star Wars“ und sein erblühendes Expanded Universe abgelenkt.
Die zweite Edition „Shadowrun“ habe ich vollkommen verpasst, die dritte nur als Spieler einer kurzlebigen Rollenspielrunde erlebt. Neue Romane nahm ich aber zwischendurch immer wieder in die Hand, zunächst nur als Konsument, später auch als Rezensent.
Mit „Shadowrun 4.01D“ stieg ich 2005 wieder stärker in das Universum ein, seitdem haben mehr als zwei Regalbretter Regelwerke, Quellenbücher und Abenteuerbände bei mir Einzug gehalten, ganz zu schweigen von zwei Dutzend der neueren Romane.
2008 gelang mir bekanntlich mit dem Fantasy-Roman „Tarean – Sohn des Fluchbringers“ der Wechsel vom Romanleser zum Romanautor, und als sich abzeichnete, dass aus meinem langjährigen Hobby des Geschichtenerzählens ein Beruf werden würde, legte ich mir eine Liste mit fünf Franchises an, zu denen ich zukünftig unbedingt ein Buch beisteuern wollte – auch das habe ich hier und da schon mal erwähnt. „Shadowrun“ gehörte natürlich dazu.
Nun wollte es der dumme Zufall, dass sowohl Fantasy Productions als auch Heyne just 2008/2009 die Veröffentlichung von „Shadowrun“ einstellten. Doch kurz danach übernahm Pegasus Spiele die Lizenz, und da ich schon damals eng mit dem Verlag verbunden war (als Chefredakteur der Website Ringbote Online sowie als Übersetzer), habe ich direkt angefangen, Jan-Christoph Steines, den verantwortlichen Redakteur, mit meinem Wunsch zu nerven, mal einen deutschen „Shadowrun“-Roman schreiben zu dürfen.
Zehn Jahre später ist dieser Roman endlich da. Oder sagen wir: Beinahe da. Aktuell werden noch die letzten Fahnenkorrekturen vorgenommen, Anfang Mai geht das Buch dann in den Druck, und Mitte Juni schon soll es in jedem gut sortierten Hobbyshop zu finden sein.
Der Roman trägt den Titel „Nachtmeisters Erben“, und wer sich ein wenig in der Welt von „Shadowrun“ auskennt, weiß, dass Nachtmeister ein wichtiger Großdrache war, der dem Frankfurter Bankenverein in Groß-Frankfurt vorstand (und der damit praktisch der Herrscher dieses Metroplexes war). 2062 lieferte er sich ein spektakuläres Duell mit seinem Rivalen, dem Großdrachen Lofwyr, dem Herrn von Saeder-Krupp in Essen, einem der größten Konzerne der Welt. Dabei – und das ist jetzt kein Spoiler, wenn man sich den Buchtitel anschaut – kam Nachtmeister zu Tode. Die schockwellenartigen Auswirkungen dieses Ereignisses sind auch im Jahr 2080, in dem der Roman angesiedelt ist, noch zu spüren. (Und haben mir wirklich einiges an Metaplot-Recherche in den „Shadowrun“-Quellenbüchern der letzten fast zwei Jahrzehnte, abgefordert – Spielzeit und Realzeit schreiten, das muss man wissen, bei der „Shadowrun“-Produktreihe ähnlich schnell voran.)
Natürlich geht es nicht nur um Ränkespiele in oberen Konzernetagen. „Shadowrun“ wäre nicht „Shadowrun“, wenn es nicht auch die kleinen Gauner von der Straße gäbe – Runner –, die in eine Sache verwickelt werden, die ihnen über den Kopf wächst. So ist es auch hier. Die zwei Rigger Cowboy und Nitro, die mit ihrem stark aufgemotzten GMC Commodore Muscle-Car auf den Straßen der Allianz Deutscher Länder unterwegs sind, lassen sich für einen Transportauftrag von Berchtesgaden nach Groß-Frankfurt anheuern. Dabei kriegen sie weitaus mehr Ärger, als sie je gedacht hätten …
Viel mehr möchte ich gar nicht verraten. Der Roman erscheint – wie gesagt – am 15. Juni und wird 14,95 Euro kosten. Ich bin sehr froh, dass es nach der langen Zeit endlich geklappt hat, diesen vierten Haken auf meiner Liste zu setzen. Jetzt fehlt nur noch der „Star Wars“-Roman. Dann brauche ich eine neue Liste.
Montag, 30. März 2020
Nominiert für den Kurd-Laßwitz-Preis
Dienstag, 25. Februar 2020
"Black Leviathan" erschienen / "Black Leviathan" released
Heute erscheint bei Tor Books in den USA die englischsprachige Übersetzung meines Romans "Der Drachenjäger". Sie trägt den Titel "Black Leviathan" und sieht verdammt gut aus! Ich wünsche dem Roman alles Gute in Übersee. Möge er viele Leser finden, die von ihm gut unterhalten werden. (Für Neugierige gibt es eine Leseprobe hier und einen Auszug aus dem Audiobook hier.)
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Today Tor Books in the USA publishes the English translation of my novel "Der Drachenjäger". It is entitled "Black Leviathan" and it looks really awesome! I wish the novel all the best overseas. May it find many readers who will be well entertained by it. (You want to know more: You will find an excerpt of the book here and an excerpt of the audiobook here.)
Freud und Leid der Übersetzer
In wenigen Tagen erscheint in den USA die Übersetzung meines Romans "Der Drachenjäger". Auf Tor Online (und parallel der US-Seite Tor/Forge Blog) habe ich mich mit meiner Übersetzerin Lucy Van Cleef über Probleme des Übersetzens im Allgemeinen und unsere persönlichen Erfahrungen im Speziellen unterhalten. (Wobei wir thematisch auch ein bisschen seitlich ausscheren.)













