Im Filmgeschäft ist es schon völlig normal: Wenn eine DVD produziert wird, setzen sich alle Macher zusammen und produzieren einen Haufen Bonusmaterial, das im besten Falle spannende und humorvolle Einblicke in die Entstehung und Rezeption ihres Werks erlaubt.
Schaut man aber auf den Belletristik-Markt, sieht das meist ganz anders aus. Gelegentlich findet sich ein etwas längeres Nachwort am Ende des Romans. Oder ein kleines Lexikon. Absolute Blockbuster bekommen vielleicht eine eigene Website. Aber wie oft hat man als Leser schon mal ein Making-of vorgefunden, Deleted Scenes oder ähnliches?
Im Falle von "Tarean - Sohn des Fluchbringer" wird das anders! Ich bin ein großer Fan von "Special Collector's Editions", und im Geiste derartiger Produkte wird es in den kommenden Wochen die ganze Palette an Bonusmaterial, die man aus dem DVD-Geschäft so kennt, auch zu "Tarean" geben - auf meiner Website. Geplant sind unter anderem ein mehrteiliges Making-of, eine längere Deleted Scene, ein Probekapitel, ein Audiokommentar (okay, das muss ich mir noch mal überlegen), und mal sehen, was mir noch so einfällt...
Dabei verhält es sich mit diesen Beiträgen genauso wie mit den Features auf den DVDs: Man muss sie keineswegs kennen, um Spaß am "Hauptfilm" zu haben. Aber man erlebt diesen doch ganz anders, wenn einem der Blick hinter die Kulissen gewährt wurde.
Dienstag, 10. Juni 2008
Donnerstag, 29. Mai 2008
29.05.2008
Dieses Datum werde ich mir rot in den Kalender eintragen. Heute habe ich die ersten drei Lese-Exemplare von „Tarean – Sohn des Fluchbringers“ nach der Arbeit von der Packstation abgeholt. Das Beste hoffend, aber das Schlimmste befürchtend (man weiß ja nie, was man am Ende in den Händen hält…) öffnete ich den Umschlag von LYX – und sah meine Hoffnungen aufs Schönste bestätigt. Das Buch sieht einfach toll aus mit dem lackierten goldenen Titelschriftzug, dem geheimnisvollen Covermotiv, der edlen Klappbroschur und der großartigen Weltkarte in den Innenklappen. Leider besitze ich nur diese drei wertvollen Exemplare; der große Massenstart ist ja erst im August. Dennoch trage ich meinen literarischen Sproß bereits jetzt stolz wie jeder Vater in der Gegend herum und zeige ihn jedem, der ihn sehen (oder auch nicht sehen) will. Also auch an dieser Stelle. ;-)

Ein Hinweis übrigens an alle Buchhändler und Journalisten, die diesen Eintrag lesen sollten: Die Lese- bzw. Rezensionsexmplare gibt es auf Anfrage bei LYX (www.egmont-lyx.de).

Ein Hinweis übrigens an alle Buchhändler und Journalisten, die diesen Eintrag lesen sollten: Die Lese- bzw. Rezensionsexmplare gibt es auf Anfrage bei LYX (www.egmont-lyx.de).
Samstag, 24. Mai 2008
Grundsteine des selbst errichteten Elfenbeinturms
Man sagt Autoren mitunter nach, sie seien weltfremd, würden sich in ihrem hohen Elfenbeinturm der Literatur verschanzen, die weltlichen Dinge um sich herum ignorieren (etwa so Banalitäten wie all diese Modefeiertage jenseits von Weihnachten und Ostern oder welche TV-Shows gerade die ersten Seiten der Regenbogenpresse beherrschen) und nur noch ab und zu ein neues Werk aus dem Fenster fallen lassen, immer in der Hoffnung, das sich am Fuße des Turms eine zunehmend große Masse an Lesern versammelt, die begierig auf „den neuen Wurf“ wartet.
Doch woher kommt diese selbst gewählte Isolation? Ist das wirklich von den Autoren so beabsichtigt? Ja und nein, scheint es mir. Gerade zu Anfang beginnt es schleichend, nämlich mit der eigenen Unfähigkeit, den Zeitaufwand, dessen es bedarf, um einen Roman zu schreiben, korrekt einzuschätzen. Man laviert so vor sich hin - und plötzlich naht die Deadline, die ohnehin viel zu knapp gesetzt wurde und man kommt zeitlich echt in die Bredouille (Spontaner Humor: Was haben Autoren und ihre Werke gemeinsam? Wenn sie gut laufen, sind sie ständig im Druck!). Das hat dann zur Folge, dass man plötzlich alle Termine absagt und nur noch vor dem Rechner hockt, Tag und Nacht, bis das verflixte Manuskript endlich fertig ist.
Mit der Zeit wird es dann perfider: Denn wenn es mit dem Schreiben erst einmal funktioniert, wird selbiges zunehmend zur Sucht. Man will immer mehr schreiben, sagt immer wieder begeistert „Ja“ zu neuen Projekten, auch wenn die eigene Freizeit zusammenschmilzt wie ein Erdbeereis im Hochsommer, und schließlich ertappt man sich dabei, wie man zwischen dem Bier mit den Freunden und dem Bier mit den Romanhelden abwägt – und dann den Freunden absagt. Irgendwann sitzt man dann an einem Samstagabend (!) alleine im Lichte einer wattschwachen Schreibtischlampe gebeugt vor seinem Computer, und die Augen saugen sich am Bildschirm fest, auf dem sich in einem beinahe magischen Eigenleben die eigene Fantasie in Buchstaben, Worten, Sätzen, Kapiteln entfaltet – und es fällt einem gar nicht mehr auf, wie die Zeit vergeht.
Es kann aber auch passieren, dass man unvermittelt aufschreckt und merkt, was man hier eigentlich gerade macht. (Samstagabend! Alleine! Orthopädisch fragwürdige Sitzhaltung! Vielleicht noch eine halbe Flasche warmen Sprudel neben sich!) Dann blickt man mit einem Schauder auf den fortgeschrittenen Stand der Bauarbeiten am eigenen Elfenbeinturm, springt unvermittelt panisch auf, greift seinen Mantel und stürmt in die Nacht hinaus, um endlich mal wieder unter Menschen zu kommen. (Okay, der letzte Halbsatz war poetische Verklärung… tatsächlich schaudert man nur kurz – und tippt dann weiter. Und möglicherweise schreibt man ein paar nachdenkliche Zeilen in sein Blog.)
Doch woher kommt diese selbst gewählte Isolation? Ist das wirklich von den Autoren so beabsichtigt? Ja und nein, scheint es mir. Gerade zu Anfang beginnt es schleichend, nämlich mit der eigenen Unfähigkeit, den Zeitaufwand, dessen es bedarf, um einen Roman zu schreiben, korrekt einzuschätzen. Man laviert so vor sich hin - und plötzlich naht die Deadline, die ohnehin viel zu knapp gesetzt wurde und man kommt zeitlich echt in die Bredouille (Spontaner Humor: Was haben Autoren und ihre Werke gemeinsam? Wenn sie gut laufen, sind sie ständig im Druck!). Das hat dann zur Folge, dass man plötzlich alle Termine absagt und nur noch vor dem Rechner hockt, Tag und Nacht, bis das verflixte Manuskript endlich fertig ist.
Mit der Zeit wird es dann perfider: Denn wenn es mit dem Schreiben erst einmal funktioniert, wird selbiges zunehmend zur Sucht. Man will immer mehr schreiben, sagt immer wieder begeistert „Ja“ zu neuen Projekten, auch wenn die eigene Freizeit zusammenschmilzt wie ein Erdbeereis im Hochsommer, und schließlich ertappt man sich dabei, wie man zwischen dem Bier mit den Freunden und dem Bier mit den Romanhelden abwägt – und dann den Freunden absagt. Irgendwann sitzt man dann an einem Samstagabend (!) alleine im Lichte einer wattschwachen Schreibtischlampe gebeugt vor seinem Computer, und die Augen saugen sich am Bildschirm fest, auf dem sich in einem beinahe magischen Eigenleben die eigene Fantasie in Buchstaben, Worten, Sätzen, Kapiteln entfaltet – und es fällt einem gar nicht mehr auf, wie die Zeit vergeht.
Es kann aber auch passieren, dass man unvermittelt aufschreckt und merkt, was man hier eigentlich gerade macht. (Samstagabend! Alleine! Orthopädisch fragwürdige Sitzhaltung! Vielleicht noch eine halbe Flasche warmen Sprudel neben sich!) Dann blickt man mit einem Schauder auf den fortgeschrittenen Stand der Bauarbeiten am eigenen Elfenbeinturm, springt unvermittelt panisch auf, greift seinen Mantel und stürmt in die Nacht hinaus, um endlich mal wieder unter Menschen zu kommen. (Okay, der letzte Halbsatz war poetische Verklärung… tatsächlich schaudert man nur kurz – und tippt dann weiter. Und möglicherweise schreibt man ein paar nachdenkliche Zeilen in sein Blog.)
Dienstag, 20. Mai 2008
Von Magiern, Kristalldrachen und Großen Alten
Also ich muss sagen, bislang entwickelt sich das Jahr 2008 ganz nach meinem Geschmack! :-) Das eine „Kind“ ist kaum aus den eigenen Händen in die Obhut eines Verlags gegeben worden, da kündigt sich bereits weiterer Nachwuchs an (definitiver und potenzieller). Zum einen habe ich in der letzten Woche die Beispielkapitel für die „Magierdämmerung“ versandt, die hoffentlich dazu führen, dass man mir erlaubt, aus den bislang 85.000 Zeichen das etwa Zehnfache zu machen. Das Projekt erfordert zwar eine ganz andere Herangehensweise als Tareans Abenteuer (viel mehr Recherche!), aber macht auch unglaublich viel Spaß. Aber auch die Geschichte von Tarean und seinen Gefährten wird weitererzählt. Wenn alles gutgeht, wird Tarean im Frühjahr 2009 beweisen müssen, ob er ein würdiger „Erbe der Kristalldrachen“ ist. Schon im Herbst müsst ihr selbst euch einer Herausforderung stellen! Für den Pegasus Verlag schreiben Christian Humberg und ich ein Abenteuerspielbuch, das (Fanfare!) auf Wolfgang Hohlbeins „Hexer von Salem“-Universum basiert (wenn nicht Cthulhu selbst noch dazwischenfunkt). Macht euch darauf gefasst, Berlin vor einer furchtbaren Katastrophe zu retten und nebenbei ganz groß im Filmgeschäft rauszukommen. ;-)
Samstag, 17. Mai 2008
Ich gestehe: Ich bin käuflich!
Man möge mich selbstverliebt nennen, aber ich konnte einfach nicht widerstehen: Vor ein paar Tagen war ich „ganz zufällig“ mal auf der Website eines großen Internetbuchhandels und habe dort „nur mal so“ meinen Namen eingegeben und HEUREKA (!), der „Fluchbringer“ – pardon „Tarean“ – ist dort bereits gelistet. Natürlich hatten sie den Untertitel unterschlagen und es fehlten noch Inhaltsangabe und Cover, aber zumindest hinsichtlich des Ersteren habe ich dem Kundenservice gleich mal freundliche Hilfestellung gegeben. Und mittlerweile stimmt es – und der Inhalt und das Cover sind auch online. Nun ist es also offiziell: Ich bin käuflich! Ich bin für 12,95 EUR zu haben und leiste für diese schlappe Summe ein bis x gemütliche Abende (je nach Lesegeschwindigkeit) angenehme Gesellschaft – zugegeben: indirekte Gesellschaft, aber naja, nichts ist perfekt im Leben. ;-)
Dienstag, 29. April 2008
Und so beginnt es…
Ist es erst sechs Wochen her? Ist es erst sechs Wochen her, dass ich auf der Buchmesse in Leipzig war und der Verlag Egmont/LYX mir sagte, sie würden sich für meinen „Fluchbringer“ interessieren? Ich kann es kaum glauben. Vielmehr erscheint es mir, als wären seitdem Monate vergangen – und zwar arbeitsreiche Monate!
Es begann damit, dass LYX Worten Taten folgen ließ und mir ein Angebot für meinen Roman machte – ein Angebot, dass ich nach Rücksprache mit meiner Agentin gerne annahm. Es haben sich zwar kurz vor beziehungsweise nach dem symbolischen Handschlag noch zwei weitere Verlage gemeldet, die plötzlich Interesse an Tareans Abenteuern entwickelt hatten, aber… zu spät. Ab nun war der Weg klar, und auf einmal ging alles ganz furchtbar schnell.
Drei Wochen lang bestand mein Leben im Wesentlichen im letztmaligen Lesen des Manuskripts, im Abstimmen mit der Lektorin von LYX, im Planen eines Covers, Erstellen einer Weltkarte (unter tatkräftiger Mithilfe einer Freundin, die künstlerisch weit begabter ist als ich :-) ), Ersinnen einer Danksagung und vielerlei Kleinigkeiten, die mit der Herstellung eines Buchs so einher gehen. In geradezu berauschender Geschwindigkeit verwandelte sich der Leitz-Ordner voller Papier in ein 350-seitiges, großformatiges Buch mit Klappbroschur, schickem Titelschriftzug, Neugierde erweckendem Covermotiv und großartiger Weltkarte im Umschlaginneren.
Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis ich das erste druckfrische Leseexemplar von „Tarean – Sohn des Fluchbringers“ (so der endgültige Titel) in den Händen halten werde. Und ich kann nur sagen: Es fühlt sich besser an als Weihnachten und Geburtstag zusammen! :-)
Es begann damit, dass LYX Worten Taten folgen ließ und mir ein Angebot für meinen Roman machte – ein Angebot, dass ich nach Rücksprache mit meiner Agentin gerne annahm. Es haben sich zwar kurz vor beziehungsweise nach dem symbolischen Handschlag noch zwei weitere Verlage gemeldet, die plötzlich Interesse an Tareans Abenteuern entwickelt hatten, aber… zu spät. Ab nun war der Weg klar, und auf einmal ging alles ganz furchtbar schnell.
Drei Wochen lang bestand mein Leben im Wesentlichen im letztmaligen Lesen des Manuskripts, im Abstimmen mit der Lektorin von LYX, im Planen eines Covers, Erstellen einer Weltkarte (unter tatkräftiger Mithilfe einer Freundin, die künstlerisch weit begabter ist als ich :-) ), Ersinnen einer Danksagung und vielerlei Kleinigkeiten, die mit der Herstellung eines Buchs so einher gehen. In geradezu berauschender Geschwindigkeit verwandelte sich der Leitz-Ordner voller Papier in ein 350-seitiges, großformatiges Buch mit Klappbroschur, schickem Titelschriftzug, Neugierde erweckendem Covermotiv und großartiger Weltkarte im Umschlaginneren.
Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis ich das erste druckfrische Leseexemplar von „Tarean – Sohn des Fluchbringers“ (so der endgültige Titel) in den Händen halten werde. Und ich kann nur sagen: Es fühlt sich besser an als Weihnachten und Geburtstag zusammen! :-)
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Der Stand der Dinge,
Tareans Reise
Montag, 21. April 2008
Mein erstes Mal
„LIEBER HERR PERPLIES. ICH BIN EIN GROSSER BEWUNDERER VON IHNEN. WEITERHIN SAMMLE ICH AUTOGRAMME. VIELLEICHT KÖNNEN SIE SO NETT SEIN UND MIR EIN AUTOGRAMMFOTO MIT EINER PERSOENLICHEN UNTERSCHRIFT ZUSENDEN. ICH WÜRDE MICH SEHR DARUEBER FREUEN.“
Diese Mail – hier nur auszugsweise wiedergegeben – befand sich unlängst in meinem elektronischen Briefkasten. Und ich gebe es zu: Ich war höchst verblüfft! Ich sollte ein Autogramm geben? Wie jemand, der wichtig ist? Kann doch gar nicht sein! Der Mann musste sich in der Adresse geirrt haben – ach nein, unmöglich, er hatte das Kontaktformular meiner Website benutzt. Vielleicht ein Aprilscherz? Hm, dafür war der Monat schon zu weit fortgeschritten.
Es tat mir fast ein bisschen leid, den guten Mann enttäuschen zu müssen, aber natürlich besitze ich keine Autogrammfotos. Ich bin schließlich kein Filmstar. Ich habe ein paar Bücher übersetzt und ein Reihe Artikel in der SPACE VIEW geschrieben. Macht mich das zu einer Celebrity? Wohl kaum. Immerhin konnte ich ihm eines in Aussicht stellen: Wenn mein erster Roman erscheint, schreibe ich ihm gerne eine Widmung in ein Exemplar!
Woher er mich eigentlich kennt und wofür er mich genau bewundert, habe ich übrigens nie erfahren. Er hat sich auf meine Rückmail nie mehr gemeldet…
Diese Mail – hier nur auszugsweise wiedergegeben – befand sich unlängst in meinem elektronischen Briefkasten. Und ich gebe es zu: Ich war höchst verblüfft! Ich sollte ein Autogramm geben? Wie jemand, der wichtig ist? Kann doch gar nicht sein! Der Mann musste sich in der Adresse geirrt haben – ach nein, unmöglich, er hatte das Kontaktformular meiner Website benutzt. Vielleicht ein Aprilscherz? Hm, dafür war der Monat schon zu weit fortgeschritten.
Es tat mir fast ein bisschen leid, den guten Mann enttäuschen zu müssen, aber natürlich besitze ich keine Autogrammfotos. Ich bin schließlich kein Filmstar. Ich habe ein paar Bücher übersetzt und ein Reihe Artikel in der SPACE VIEW geschrieben. Macht mich das zu einer Celebrity? Wohl kaum. Immerhin konnte ich ihm eines in Aussicht stellen: Wenn mein erster Roman erscheint, schreibe ich ihm gerne eine Widmung in ein Exemplar!
Woher er mich eigentlich kennt und wofür er mich genau bewundert, habe ich übrigens nie erfahren. Er hat sich auf meine Rückmail nie mehr gemeldet…
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