Ich habe für Tor Online mal wieder meine Brettspielsammlung aus dem Schrank geholt - und stelle diesmal "Fünf Brettspiele zu Videogames" vor. Wie seht ihr das? Befruchten sich Brettspiele und Videogames? Oder ist das eine stets nur ein müder Abklatsch des anderen, wenn etwa "Fallout" vom PC auf den Wohnzimmertisch oder "Talisman" von dort auf den PC geholt werden?
Mittwoch, 12. August 2020
Dienstag, 4. August 2020
Die Wächter von Aquaterra in der Türkei
Unverhofft kommt oft. An diese türkische Lizenzausgabe von "Die Wächter von Aquaterra" habe ich schon gar nicht mehr gedacht, da trudeln auf einmal Belegexemplare ins Haus. "Ein fantastischer und superlustiger Trip", wie der Werbeslogan auf dem Cover verspricht (wenn mich Google Translate nicht völlig im Stich gelassen hat). Ich finde die Interpretation der Kids wirklich interessant. Und der leicht angenervt dreinschauende Affe in der Bildecke ist natürlich top! 😁
Dienstag, 23. Juni 2020
Der Run läuft!
"Überlandexpress" hat mir gerade eine brandheiße Lieferung an hochbrisanter Ware übergeben. Triple-A-Konzerne werden versuchen, die Verbreitung dieses Wissens zu unterdrücken. Drachen werden Shadowrunner auf mich ansetzen. Aber es gibt kein Zurück! Das Schicksal von "Nachtmeisters Erben" muss enthüllt werden! (Und ist jetzt auf jedem gut sortierten Schwarzmarkt zu erwerben.) 😉
Sonntag, 21. Juni 2020
Filmreife Fantasy-Soundtracks
Ich höre gern Film- und Serien-Soundtracks - zum Schreiben, zum Entspannen und überhaupt. Und weil mir das so einen Spaß macht, schreibe ich manchmal auch darüber. Wie gerade wieder bei Tor Online. Diesmal geht es um "Die 10 besten Fantasy-Soundtracks". (Und bevor die Überschrift wieder zu Diskussionen führt: Natürlich ist das eine grobe Vereinfachung. Das muss halt so sein. Gemeint ist: "10 Fantasy-Soundtracks, die Bernd echt gut findet und daher Leuten, die wenig Ahnung von Soundtracks haben, empfehlen möchte". Aber das hätte nicht in eine Zeile gepasst.)
Mittwoch, 10. Juni 2020
Die Abenteuer zum Roman
Heute hat ein außergewöhnliches Buch bei mir Einzug gehalten: der "Shadowrun"-Abenteuerband "Im Schatten der Drachen". Das Besondere daran: Das Buch wurde parallel zu meinem Roman "Nachtmeisters Erben" entwickelt, und die Abenteuer darin stellen gewissermaßen Vorgeschichten zu dem Geschehen in dem Roman dar. Gemeinsam treiben sie ein Stück Metaplot in den ADL des Jahres 2080 voran. Diese Art von Verknüpfung fand (und finde) ich ehrlich gesagt ziemlich genial. Ich bin gespannt, was die Runnergemeinde da draußen darüber denkt. 🙂
Donnerstag, 23. April 2020
Der vierte Haken auf der Liste
„Shadowrun“ und ich, das ist mittlerweile eine 28-jährige On-Off-Liebe. Anfang der 1990er habe ich mir das Grundregelwerk der ersten Edition gekauft, das mit dem dunkelblauen Einband und dem Elfendecker, dem indianischen Straßensamurai und der Magierin in Hotpants auf dem Cover (und vermutlich war die Magierin damals der Hauptgrund für den Erwerb). Parallel dazu zogen die ersten Romane von Heyne bei mir ein, beginnend mit Robert N. Charrettes „Lass ab von Drachen“ (ein Rat, der auch heute noch klug ist). Bis zur „Deutschland in den Schatten“-Trilogie von Hans-Joachim Alpers habe ich die Romanreihe seinerzeit verfolgt, danach wurde ich durch „Star Wars“ und sein erblühendes Expanded Universe abgelenkt.
Die zweite Edition „Shadowrun“ habe ich vollkommen verpasst, die dritte nur als Spieler einer kurzlebigen Rollenspielrunde erlebt. Neue Romane nahm ich aber zwischendurch immer wieder in die Hand, zunächst nur als Konsument, später auch als Rezensent.
Mit „Shadowrun 4.01D“ stieg ich 2005 wieder stärker in das Universum ein, seitdem haben mehr als zwei Regalbretter Regelwerke, Quellenbücher und Abenteuerbände bei mir Einzug gehalten, ganz zu schweigen von zwei Dutzend der neueren Romane.
2008 gelang mir bekanntlich mit dem Fantasy-Roman „Tarean – Sohn des Fluchbringers“ der Wechsel vom Romanleser zum Romanautor, und als sich abzeichnete, dass aus meinem langjährigen Hobby des Geschichtenerzählens ein Beruf werden würde, legte ich mir eine Liste mit fünf Franchises an, zu denen ich zukünftig unbedingt ein Buch beisteuern wollte – auch das habe ich hier und da schon mal erwähnt. „Shadowrun“ gehörte natürlich dazu.
Nun wollte es der dumme Zufall, dass sowohl Fantasy Productions als auch Heyne just 2008/2009 die Veröffentlichung von „Shadowrun“ einstellten. Doch kurz danach übernahm Pegasus Spiele die Lizenz, und da ich schon damals eng mit dem Verlag verbunden war (als Chefredakteur der Website Ringbote Online sowie als Übersetzer), habe ich direkt angefangen, Jan-Christoph Steines, den verantwortlichen Redakteur, mit meinem Wunsch zu nerven, mal einen deutschen „Shadowrun“-Roman schreiben zu dürfen.
Zehn Jahre später ist dieser Roman endlich da. Oder sagen wir: Beinahe da. Aktuell werden noch die letzten Fahnenkorrekturen vorgenommen, Anfang Mai geht das Buch dann in den Druck, und Mitte Juni schon soll es in jedem gut sortierten Hobbyshop zu finden sein.
Der Roman trägt den Titel „Nachtmeisters Erben“, und wer sich ein wenig in der Welt von „Shadowrun“ auskennt, weiß, dass Nachtmeister ein wichtiger Großdrache war, der dem Frankfurter Bankenverein in Groß-Frankfurt vorstand (und der damit praktisch der Herrscher dieses Metroplexes war). 2062 lieferte er sich ein spektakuläres Duell mit seinem Rivalen, dem Großdrachen Lofwyr, dem Herrn von Saeder-Krupp in Essen, einem der größten Konzerne der Welt. Dabei – und das ist jetzt kein Spoiler, wenn man sich den Buchtitel anschaut – kam Nachtmeister zu Tode. Die schockwellenartigen Auswirkungen dieses Ereignisses sind auch im Jahr 2080, in dem der Roman angesiedelt ist, noch zu spüren. (Und haben mir wirklich einiges an Metaplot-Recherche in den „Shadowrun“-Quellenbüchern der letzten fast zwei Jahrzehnte, abgefordert – Spielzeit und Realzeit schreiten, das muss man wissen, bei der „Shadowrun“-Produktreihe ähnlich schnell voran.)
Natürlich geht es nicht nur um Ränkespiele in oberen Konzernetagen. „Shadowrun“ wäre nicht „Shadowrun“, wenn es nicht auch die kleinen Gauner von der Straße gäbe – Runner –, die in eine Sache verwickelt werden, die ihnen über den Kopf wächst. So ist es auch hier. Die zwei Rigger Cowboy und Nitro, die mit ihrem stark aufgemotzten GMC Commodore Muscle-Car auf den Straßen der Allianz Deutscher Länder unterwegs sind, lassen sich für einen Transportauftrag von Berchtesgaden nach Groß-Frankfurt anheuern. Dabei kriegen sie weitaus mehr Ärger, als sie je gedacht hätten …
Viel mehr möchte ich gar nicht verraten. Der Roman erscheint – wie gesagt – am 15. Juni und wird 14,95 Euro kosten. Ich bin sehr froh, dass es nach der langen Zeit endlich geklappt hat, diesen vierten Haken auf meiner Liste zu setzen. Jetzt fehlt nur noch der „Star Wars“-Roman. Dann brauche ich eine neue Liste.




