Montag, 28. Oktober 2019

The Making of „Am Abgrund der Unendlichkeit“ – Teil 1: Wie es dazu kam

In drei Tagen, am 31.10.2019, erscheint mein neustes Romanwerk, der Science-Fiction „Am Abgrund der Unendlichkeit“, und zu diesem Anlass möchte ich ein wenig hinter die Kulissen dieses Projekts blicken. Heute geht es um die Entstehung des Projekts.

Viele meiner Bücher hatten eine recht gradlinige Entwicklung. Ich hatte eine Idee, habe ein Exposé geschrieben, es über meine Agentur an Verlage geschickt – und dann wurde ein Buch draus. Im vorliegenden Fall war das alles ein wenig komplizierter.

„Am Abgrund der Unendlichkeit“ ist die Symbiose aus zwei anderen Projekten. Im Vertrag, den ich vor Jahren mit Bastei Lübbe geschlossen habe, hieß es nämlich damals: „Frontiersmen 3 – oder irgendein anderer SF“. Wären die beiden „Frontiersmen“-Romane, mein launiger Ausflug ins Genre der Space-Western à la „Firefly“, erfolgreicher gelaufen, hätte es „Am Abgrund der Unendlichkeit“ vielleicht nie gegeben, denn ich hätte stattdessen einfach das nächste Print-Abenteuer von John Donovan und seiner bunt zusammengewürfelten Truppe Outlaws geschrieben (was ich, ungeachtet von „Frontiersmen – Civil War“, immer noch vorhabe, aber das ist eine andere Geschichte). Doch die Zahl der „Firefly“-Fans – oder zumindest jener, die auch an ähnlichen Werken ihren Spaß haben – war kleiner als gedacht, und so stand ich vor der Aufgabe, mir eine andere Story auszudenken.


Etwa zeitgleich geisterte mir ein Fantasy-Projekt, das den Arbeitstitel „Die Herren der Türme“ trug, im Kopf herum. Es sollte von einer Fantasy-Welt handeln, in der sich mächtige Zauberer ganz unterschiedliche „Domänen“ geschaffen hatten, Reiche, die nach ihren eigenen Regeln funktionierten und so eine staunenswerte Vielfalt an Völkern hervorgebracht hatten. Diese Domänen sollten durch eine unerklärliche und sich beängstigend ausbreitende Finsternis bedroht werden, die in einem verdorbenen Zaubererturm ihren Ursprung gehabt hätte. Herauszufinden, was es mit dieser Finsternis auf sich hat und wie man sie stoppen kann, wäre die Aufgabe der bunt gemischten Heldentruppe des Romans gewesen.

Das Projekt kam allerdings nicht über ein Gedankenspiel hinaus, denn bevor ich mich – über diese Prämisse hinaus – weiter damit beschäftigen konnte, ergab sich die Notwendigkeit, mir einen neuen SF-Roman auszudenken, und ich erkannte, dass sich die Bedrohung doch perfekt auf ein galaktisches Niveau anheben ließe. Die Domänen schrien geradezu danach, schlichtweg unterschiedliche Planeten zu sein. Und die Vorstellung, ganze Sterne vom Himmel verschwinden zu lassen, kam mir noch ungleich bedrohlicher vor als bloß die Verdunkelung von Landstrichen.

Natürlich musste ich die Völker komplett überarbeiten und auch die Bedrohung grundlegend ändern, denn diese musste nun ganz andere Dimensionen annehmen – und Magie als Ursache schied obendrein aus. Aber als ich das Exposé fertig hatte, stellte ich erfreut fest, dass aus zwei unglücklichen Umständen – einem nicht realisierten Roman und einer unvollständigen Romanidee – plötzlich etwas Neues und ausgesprochen Spannendes entstanden war: „Am Abgrund der Unendlichkeit“.

Morgen geht es weiter mit: Teil 2: Eine Galaxis voller Exoten

Dienstag, 15. Oktober 2019

Wir stehen am Rand des Abgrunds

Pünktlich zur Buchmesse sind sie eingetroffen: die Belegexemplare meines neusten Science-Fiction-Romans "Am Abgrund der Unendlichkeit". Und sehen sie gut aus? Oh ja! Arndt Drechsler, der SF-Coverkünstler überhaupt, hat einmal mehr ein wirklich geniales Cover gezaubert, das im Druck noch dreckiger und düsterer wirkt - passend zur apokalyptischen Thematik.

Und darum geht es:

Jenseits des galaktischen Domenaions existiert nichts als die Leere, ein Abgrund zwischen den Sternen, den die Völker des Weltenbunds seit jeher fürchten - zu recht, wie sich zeigt, als der Kontakt zu mehreren Randkolonien abbricht und ganze Sternsysteme von unheimlicher Schwärze verschlungen werden. Der Rat der Domänen entsendet sein bestes Schiff, die Lichtbringer, um sich dem Schrecken zu stellen. Doch das Schicksal der Galaxis soll in den Händen anderer ruhen: denen von Bendis Kahain und seiner fragwürdigen Truppe Raumretter.

Ab 31.10. ist das Abenteuer von Bendis Kahain und seinen Leuten überall im Handel erhältlich. Wer schon vorher einen Blick auf das Buch werfen mag, möge meine Signierstunde auf der Frankfurter Buchmesse am DO besuchen (17.10. / 13-14 Uhr / Halle 3.0/J24) oder auf meiner Premierenlesung auf dem BuCon in Dreieich am SA vorbeischauen (19.10.2019 / 13-14 Uhr / Raum DS5). Digital findet ihr mehr Infos und eine Leseprobe hier.

Samstag, 21. September 2019

Es ist belegt!

Endlich ist es belegt! Ich verbringe zu viel Zeit am Schreibtisch. Woran erkenne ich das? An der Tatsache, dass diese Woche einmal mehr gleich drei Belegexemplare ins Haus geflattert sind. V.l.n.r.: die Anthologie "FaRK Chronicles - Lost Places", zu der ich eine Kurzgeschichte um ein geheimnisvolles Mädchen in einer verfallenen Industriebrache beigesteuert habe; mein zweiter Beitrag zur Mini-Serie "Perry Rhodan - Mission SOL", in der es - nomen est omen - zur "Krise auf Evolux" kommt; und last but not least ein weiteres "Playmobil Comic Spezial" mit einem Nachdruck meines Top-Agents-Abenteuers "Kampf gegen Dr. Drone" (nein, der Name des guten Wissenschaftlers stammt nicht von mir ).

Montag, 26. August 2019

Steife Männchen werden beweglich

In ein paar Tagen startet der "Playmobil"-Film. Dazu gibt es natürlich auch eine Comic-Adaption von Blue Ocean. Ich hatte das Vergnügen, diese schreiben zu dürfen. Dabei musste ich feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, einen fast zweistündigen Film auf 24 Comic-Seiten unterzubringen. Man muss schon sehr flott erzählen, um nicht gezwungen zu sein, wesentliche Teile des Films zu unterschlagen.


Dienstag, 20. August 2019

Deutscher Phantastik Preis 2019


Wieder ist ein Jahr vorbei und die Abstimmung zum Deutschen Phantastik Preis steht ins Haus. Am 1.8. ist die Nominierungsphase angelaufen, die noch bis 31.8. dauern wird.

In dieser Zeit können alle, die mögen, Bücher vorschlagen. Die Bücher mit den meisten Stimmen (der DPP ist ein Publikumspreis) landen auf der Shortlist; danach wird in einer zweiten Runde über die Preisträger abgestimmt.

Eine Jury hat schon eine Vorauswahl getroffen, an die man aber nicht gebunden ist. Zum Glück! Sonst könnte niemand, der meinen Roman "Der Weltenfinder" mochte, diesen in der Kategorie "Bester deutscher Roman" vorschlagen. Oder "Frontiersmen Civil War" als "Bestes deutschsprachiges Hörbuch". Oder als "Beste deutschsprachige Serie". ;-)

Die Abstimmung findet ihr unter www.deutscher-phantastik-preis.de

(Und wenn ihr schon dabei seid, freut sich mein Autorenkollege Christian Humberg über euer Kreuz in der Kategorie "Bestes Jugendbuch".)

Ich danke ganz herzlich für die Unterstützung!

Samstag, 10. August 2019

Wir nähern uns dem Abgrund

Manche nennen es Wochenende. Ich nenne es "Zeit für Druckfahnenkorrektur". Und freue mich schon extrem auf Ende Oktober, wenn ich das neue Buch endlich in den Händen halten darf (und ihr natürlich auch). 

Dienstag, 23. Juli 2019

Wenn Wächter in Aquaterra auf Schatzjagd gehen

Belege! Es ist immer wieder schön, wenn der Postbote klingelt und Belegexemplare im Gepäck hat. Heute präsentiere ich euch (v.l.n.r.): eine Kurzgeschichte in einem Rollenspiel-Quellenbuch, eine tschechische Lizenzausgabe und einen Kinder-Comic. (Alles in den nächsten paar Tagen im Handel erhältlich.) Es geht doch nichts über ein breit aufgestelltes Portfolio, nicht wahr?