... die Buchmesse besucht Chuck Norris. Okay, diesen Witz muss jetzt nicht jeder verstehen. Es ist ein Insider, der im Laufe meines Wochenendes in Leipzig entstanden ist. Apropos Insider: Die Buchmesse Leipzig, die ich von Freitag bis Sonntag erstmals überhaupt besucht habe (bislang bin ich nur jeden Oktober durch die Messehallen von Frankfurt gepilgert), habe ich das erste Mal mit dem Gefühl erlebt, mittendrin statt nur dabei zu sein. Das schlichte Wandern von Stand zu Stand und das Begutachten von neuen Büchern anderer Autoren hat meines Erachtens seinen Reiz verloren, seit das Internet die größte Buchhandlung überhaupt darstellt. Been there, seen that. Doch es ist eine gänzlich andere Erfahrung, eine Buchmesse zu besuchen, um dort über eigene Bücher zu sprechen!
Und ich habe ein paar sehr nette Gespräche führen können, während ich mit Kollege Christian Humberg, mit dem ich diese „Geschäftsreise“ unternommen hatte, durch die Messehallen geschlendert bin. Natürlich war meine Agentin da und hat mir von höchst erfreulichen Verhandlungen in Bezug auf den „Fluchbringer“ berichtet. Außerdem durfte ich die Lektorin des im vorletzten Blog-Eintrag erwähnten Verlagshauses kennen lernen, der ich mein Projekt für ihren Verlag noch einmal von Angesicht zu Angesicht vorstellte. Am Ende hatte ich den Eindruck, dass wir uns nicht nur prächtig verstanden haben, sondern sie auch redlich angetan war von meinem leidenschaftlichen Plädoyer für mehr Pulp. Ich hoffe, dass aus diesem guten Anfang mehr erwachsen wird. Dazwischen gab es immer wieder die Chance, alte und neue Bekannte aus der Branche zu treffen, mal hier ein Wort zu wechseln, mal da einen Orangensaft zu trinken, mal dort sich über neue Ideen auszutauschen. Genau so habe ich mir einen Besuch auf einer Buchmesse immer vorgestellt.
Doch auch ganz abgesehen von den angenehmen Gesprächen, die ich führen konnte, hat mir die Buchmesse Leipzig deutlich besser gefallen als die in Frankfurt. Es ist alles ein bisschen kleiner dort, familiärer, besucherfreundlicher. Es gibt weniger Big Business, dafür kann man an jedem Stand die Bücher, die man sieht, direkt kaufen. Die Aussteller wirken entspannter und es stehen mehr Macher bei den einzelnen Verlagen, mit denen man sich unterhalten kann. Besonders Halle 2 mit seiner Fantasy-Leseinsel hatte es mir angetan. Dort konnte ich nicht nur den Lesungen von Autorenkollegen aus dem Schrift-Art-Kreise lauschen, sondern mit den netten Leuten vom Spielraum Leipzig über unser aller Hobby Rollenspiel fachsimpeln.
Vielleicht hat mir Leipzig so gut gefallen, weil ich mich eher als Insider denn als Besucher gefühlt habe. Andererseits habe ich mich auch vielleicht deshalb als Insider gefühlt, weil Leipzig es mir leicht gemacht hat. So oder so war es ein wunderbares Wochenende und ich plane schon jetzt, im nächsten Jahr wieder vor Ort zu sein. Das walte Chuck Norris.
Samstag, 22. März 2008
Donnerstag, 13. März 2008
Vor der Buchmesse...
Morgen geht es mit einem Kollegen nach Leipzig zur Buchmesse. Ich bin schon sehr gespannt - einerseits, weil ich noch nie auf der Buchmesse Leipzig war, andererseits, weil ich nach Jahren eine alte Freundin mal wieder sehe und zu guter Letzt, weil sich endlich die Vorzeichen verdichten, dass mein "Fluchbringer" unter die Haube kommt. Ich will noch nicht über ungelegte Eier in Jubel ausbrechen, aber wir (meine Agentin und ich) sind guter Dinge, dass die lange Phase des Ausharrens und des Wartens auf eine Reaktion von Seiten der Verlage endlich vorbei ist. Es hat eben doch sein Gutes, wenn Verlage auf einer Messe in Stimmung sind, neue Projekte zu stemmen. Alle, die dies lesen, mögen mir die Daumen drücken. Auf dass es Tareans Abenteuer vielleicht schon zur Buchmesse in Frankfurt in gedruckter Fassung geben möge. :-)
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Der Gang zur Messe,
Der Stand der Dinge
Dienstag, 26. Februar 2008
Eine schlechte Nachricht, die eigentlich großartig ist
Ende Januar erhielt ich einen dieser Anrufe von meiner Agentin, die man als Autor im ersten Moment nicht so gerne bekommt: Wieder hatte ein Verlag mein "Fluchbringer"-Manuskript abgelehnt - es passte einfach nicht ins Verlagsprogramm. Dann jedoch kam das große ABER, das unvermittelt meinen Pulsschlag erhöhte: Der Lektorin habe meine Schreibe gefallen und da der Verlag im kommenden Jahr über die Veröffentlichung eines Romans von einem jungen deutschen Autor nachdenken würde, bestünde die Möglichkeit, ein neues Fantasy-Konzept einzureichen - das dann vielleicht realisiert würde. (Man muss dazusagen: Es handelt sich um einen seeehr namhaften Verlag und es wäre das absolute Highlight meiner noch jungen Autorenlaufbahn, hier einen Fuß in die Tür zu bekommen.)
Also hieß es hinsetzen und nachdenken. Und tatsächlich bin ich nach zwei Brainstorming-Sessions mit einem Kollegen (vielen Dank dafür, Meister!) und ein paar ruhigen Abendstunden zu einer Geschichte gekommen, die völlig anders ist als der "Fluchbringer" - und mir trotzdem genauso viel Spaß bereiten würde, sie zu schreiben. Der Arbeitstitel lautet "Magierdämmerung" und ich sage nur so viel: Jules Verne, Plato, Richard Wagner, Charles Dickens. (Und, nein, ich bin nicht größenwahnsinnig geworden.) ;-) Meiner Agentin hat die Story jedenfalls gut gefallen. Ich hoffe, besagte Lektorin kann sich ebenso dafür erwärmen...
Also hieß es hinsetzen und nachdenken. Und tatsächlich bin ich nach zwei Brainstorming-Sessions mit einem Kollegen (vielen Dank dafür, Meister!) und ein paar ruhigen Abendstunden zu einer Geschichte gekommen, die völlig anders ist als der "Fluchbringer" - und mir trotzdem genauso viel Spaß bereiten würde, sie zu schreiben. Der Arbeitstitel lautet "Magierdämmerung" und ich sage nur so viel: Jules Verne, Plato, Richard Wagner, Charles Dickens. (Und, nein, ich bin nicht größenwahnsinnig geworden.) ;-) Meiner Agentin hat die Story jedenfalls gut gefallen. Ich hoffe, besagte Lektorin kann sich ebenso dafür erwärmen...
Montag, 28. Januar 2008
Jetzt geht es endlich wieder los... oder?
Ein Kollege von mir bemerkte unlängst, dass in meinem Blog so wenig passiere, dass es bereits Staub ansetzen würde. Naja, abgesehen davon, dass Staub in jedes gute Bücherregal gehört, gebe ich ihm da durchaus Recht. Nur, so verteidigte ich mich, passiert bei mir im Augenblick gar nichts, das einen Eintrag wert wäre - wobei das zugegeben nur halb stimmt.
Denn auch wenn in den letzten Wochen vor allem Artikel für die "Space View" und Übersetzungsaufträge meine Zeit und Aufmerksamkeit gefordert haben, so ist es mir doch immerhin gelungen, die ersten drei Kapitel des "Traumwächters" zu verfassen und diese - samt Exposé - an meine Agentin zu schicken. Nun warte ich auf konstruktive Kritik, denn, da mache ich mir nichts vor, der Auftakt eines neuen Romans ist immer das Schwerste und Verbesserungen nicht nur möglich, sondern sogar nötig.
Abgesehen davon harre ich nach wie vor der Entscheidungen der Verlage in Bezug auf den "Fluchbringer". Es hatte zwar schon befürchtet, dass sich für einen Jungautor nicht sofort alle Türen der Verlagslandschaft öffnen, sobald man mit dem ersten fertigen Manuskript unterm Arm freudestrahlend anklopft, aber dass man - um die Metapher bis zum Ende auszureizen - so lange vor dem Tore im Regen stehen gelassen wird, ernüchtert doch etwas. Aber sehen wir es optimistisch: Besser eine späte Zusage als eine frühe Absage! :-)
Denn auch wenn in den letzten Wochen vor allem Artikel für die "Space View" und Übersetzungsaufträge meine Zeit und Aufmerksamkeit gefordert haben, so ist es mir doch immerhin gelungen, die ersten drei Kapitel des "Traumwächters" zu verfassen und diese - samt Exposé - an meine Agentin zu schicken. Nun warte ich auf konstruktive Kritik, denn, da mache ich mir nichts vor, der Auftakt eines neuen Romans ist immer das Schwerste und Verbesserungen nicht nur möglich, sondern sogar nötig.
Abgesehen davon harre ich nach wie vor der Entscheidungen der Verlage in Bezug auf den "Fluchbringer". Es hatte zwar schon befürchtet, dass sich für einen Jungautor nicht sofort alle Türen der Verlagslandschaft öffnen, sobald man mit dem ersten fertigen Manuskript unterm Arm freudestrahlend anklopft, aber dass man - um die Metapher bis zum Ende auszureizen - so lange vor dem Tore im Regen stehen gelassen wird, ernüchtert doch etwas. Aber sehen wir es optimistisch: Besser eine späte Zusage als eine frühe Absage! :-)
Dienstag, 18. Dezember 2007
Jahresabschluss
Nun ist das Jahr beinahe vorüber, man spürt geradezu, wie einem die letzten Tage, Sandkörnern in einem Stundenglas gleich, durch die Finger rinnen, und irgendwie muss man für sich den inneren Jahresabschluss machen, kritisch zurückblicken und optimistisch vorausschauen – damit es im nächsten Jahr mindestens genauso gut (gerne noch besser) läuft, als in diesem.
Mir hat das letzte Jahr die Vollendung meines ersten Roman- Manuskripts gebracht, das Scheitern am Wolfgang-Hohlbein-Preis 2008, das erfreuliche Zusammentreffen mit meinen Agentinnen von der Literaturagentur „Schmidt & Abrahams“, einen namhaften Verlag, der mein Buch nach Prüfung im Anschluss an die Buchmesse in Frankfurt nicht wollte, und fünf weitere große Verlage, deren Antwort noch aussteht. Außerdem zahlreiche neue Projektideen, eins davon schon praktisch an der Schwelle zur Realisierung und ein weiteres (Arbeitstitel „Traumwächter“), an dem ich in der aktuellen Wartezeit zu arbeiten begonnen habe und an dem ich einfach so lange weiterschreibe, bis es entweder fertig ist oder aber sich ein drängenderes Projekt ergibt.
Vom nächsten Jahr erhoffe ich mir, dass es die Veröffentlichung des „Fluchbringers“ mit sich bringt und dass ich die Zeit finde und Gelegenheit erhalte, ein bis zwei weitere Romanideen ordentlich voranzutreiben – wenn nicht gar fertigzustellen. („Think big“ heißt das Motto – herunterschrauben kann ich meine Ansprüche immer noch später. ;-) )
Allen meinen Kollegen und Mitstreitern im Geiste wünsche ich besinnliche Tage, frische Ideen und dann ein erfolgreiches Durchstarten im neuen Jahr!
Mir hat das letzte Jahr die Vollendung meines ersten Roman- Manuskripts gebracht, das Scheitern am Wolfgang-Hohlbein-Preis 2008, das erfreuliche Zusammentreffen mit meinen Agentinnen von der Literaturagentur „Schmidt & Abrahams“, einen namhaften Verlag, der mein Buch nach Prüfung im Anschluss an die Buchmesse in Frankfurt nicht wollte, und fünf weitere große Verlage, deren Antwort noch aussteht. Außerdem zahlreiche neue Projektideen, eins davon schon praktisch an der Schwelle zur Realisierung und ein weiteres (Arbeitstitel „Traumwächter“), an dem ich in der aktuellen Wartezeit zu arbeiten begonnen habe und an dem ich einfach so lange weiterschreibe, bis es entweder fertig ist oder aber sich ein drängenderes Projekt ergibt.
Vom nächsten Jahr erhoffe ich mir, dass es die Veröffentlichung des „Fluchbringers“ mit sich bringt und dass ich die Zeit finde und Gelegenheit erhalte, ein bis zwei weitere Romanideen ordentlich voranzutreiben – wenn nicht gar fertigzustellen. („Think big“ heißt das Motto – herunterschrauben kann ich meine Ansprüche immer noch später. ;-) )
Allen meinen Kollegen und Mitstreitern im Geiste wünsche ich besinnliche Tage, frische Ideen und dann ein erfolgreiches Durchstarten im neuen Jahr!
Sonntag, 11. November 2007
Und führe mich nicht in Versuchung…
Bücher zu schreiben ist harte Arbeit – ich sage nicht, dass es keinen Spaß macht, aber es IST harte Arbeit. Und es dauert – oft monatelang. (Denn wer von uns ist schon erfolgreich genug, fulltime zu schreiben?) Wie verführerisch kann es da sein, die leichten, schnellen Wege zu wählen, die einen immer wieder vom Pfad des Autors abbringen wollen. Da kommen Angebote rein, Artikel (bezahlt wohlgemerkt!) zu schreiben, kurze, knackige Texte, die man doch in wenigen Tagen verfasst hat. Dann ergibt sich das Angebot, eine Übersetzung anzufertigen – okay, das dauert etwas länger, bringt aber auch mehr Kohle und, hey, es ist am Ende ein Buch, dessen Inhalt man doch de facto selbst geschrieben hat (wenn auch nach den Vorgaben des eines anderen Autors). Gelegentlich – selten dieser Tage, zugegeben, aber mir passiert es gerade – bekommt man sogar eine Stelle angeboten. Richtige Arbeit, fünf Tage die Woche, kein „Nebenjob“, um die Miete bestreiten zu können. Nette Kollegen, eine interessante Tätigkeit, schwarze Zahlen auf dem Konto. Man möchte denken, besser könnte es doch gar nicht kommen.
All diese Dinge haben aber einen gemeinsamen Haken: Sie kosten Zeit. Vielleicht nur ein paar Tage, vielleicht ein paar Monate, vielleicht fünf Tage die Woche bis zum Eintritt ins Rentenalter. Wann aber soll man dann eigentlich die Bücher schreiben, die man schreiben wollte? Geschichten erzählen kann auch ein Hobby sein, klar, aber wenn man, wie ich, fühlt, dass es doch so viel mehr ist, eine Berufung irgendwie, dann reichen einem ein paar Stunden an einem Samstag im Monat (man hat ja auch noch andere, sagen wir mal: gesellschaftliche Verpflichtungen am Wochenende) einfach nicht aus. Wenn man also wirklich schreiben will, muss man den leichten, schnellen Wegen widerstehen. Sich seiner Prioritäten klar werden, sich auf das absolut Notwendige beschränken und ansonsten die verführerischen Möglichkeiten zum rasch verdienten Euro ausschlagen. Das fällt schwer, mitunter sehr schwer – aber entweder habe ich den Traum, eines Tages ein Autor zu sein, den mehr Menschen als nur die fünf Freunde um einen herum kennen… oder nicht.
All diese Dinge haben aber einen gemeinsamen Haken: Sie kosten Zeit. Vielleicht nur ein paar Tage, vielleicht ein paar Monate, vielleicht fünf Tage die Woche bis zum Eintritt ins Rentenalter. Wann aber soll man dann eigentlich die Bücher schreiben, die man schreiben wollte? Geschichten erzählen kann auch ein Hobby sein, klar, aber wenn man, wie ich, fühlt, dass es doch so viel mehr ist, eine Berufung irgendwie, dann reichen einem ein paar Stunden an einem Samstag im Monat (man hat ja auch noch andere, sagen wir mal: gesellschaftliche Verpflichtungen am Wochenende) einfach nicht aus. Wenn man also wirklich schreiben will, muss man den leichten, schnellen Wegen widerstehen. Sich seiner Prioritäten klar werden, sich auf das absolut Notwendige beschränken und ansonsten die verführerischen Möglichkeiten zum rasch verdienten Euro ausschlagen. Das fällt schwer, mitunter sehr schwer – aber entweder habe ich den Traum, eines Tages ein Autor zu sein, den mehr Menschen als nur die fünf Freunde um einen herum kennen… oder nicht.
Donnerstag, 8. November 2007
In der Warteschleife
Warten – warten gehört zu den schlimmsten Phasen im Leben eines Autors. Und dabei wartet man eigentlich irgendwie ständig. Man wartet händeringend auf die zündende Idee, man wartet bang auf das erste Feedback der Testleser, man wartet ungeduldig auf die Rückmeldungen der Verlage, denen man das Werk zur Ansicht geschickt hat – und mit viel Glück (und natürlich auch ein wenig Können) wartet man schließlich mit klopfendem Herzen auf den Veröffentlichungstermin der eigenen Geschichte. Derweil man schon wieder mit rauchendem Kopf aber nichtsdestoweniger wild entschlossen auf die nächste Inspiration wartet.
Aber manchmal wird man für das Warten auf wundervolle Weise entschädigt. Wie im gestrigen Fall, als ein guter Freund von mir, dessen Urteil mir sehr wichtig ist, mich auf dem Heimweg von der Arbeit ansprach und meinte, der "Fluchbringer" lese sich wirklich super. Er käme sich zwar wie ein elender Schleimer vor und hätte viel lieber strenge Kritik geübt, aber schon nach wenigen Seiten wolle man wirklich wissen, wie es weitergehe. Top.
Solches Lob gibt wahrlich Kraft für die nächste Zeit des Wartens!
Aber manchmal wird man für das Warten auf wundervolle Weise entschädigt. Wie im gestrigen Fall, als ein guter Freund von mir, dessen Urteil mir sehr wichtig ist, mich auf dem Heimweg von der Arbeit ansprach und meinte, der "Fluchbringer" lese sich wirklich super. Er käme sich zwar wie ein elender Schleimer vor und hätte viel lieber strenge Kritik geübt, aber schon nach wenigen Seiten wolle man wirklich wissen, wie es weitergehe. Top.
Solches Lob gibt wahrlich Kraft für die nächste Zeit des Wartens!
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