Freitag, 2. Mai 2014

Theaterfinale für "Drachengasse 13" in Mainz

Knapp drei Jahre lang haben die Junge Bühne Mainz, mein Autorenkollege Christian Humberg und ich interessierte "D13"-Fans in szenischen Lesungen auf fantastische Reisen nach Bondingor mitgenommen. Am 30. April feierten wir den großen Abschluss mit einer "Hexennacht in Bondingor". Christian hat das spannende Projekt Revue passieren lassen.

Dem habe ich eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Außer vielleicht: Danke! Danke an die Junge Bühne Mainz, die uns Autoren auf diese tolle Tour mitgenommen hat. Und an die zahlreichen Besucher, die Lust hatten und bereit waren, Bondingor mal auf etwas andere Weise kennenzulernen.

Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann mit einem neuen Projekt wieder ...

Donnerstag, 1. Mai 2014

Lesung in der Schiller-Buchhandlung

Anlässlich des "Welttags des Buches" am 23. April war ich in der Schiller-Buchhandlung in Stuttgart-Vaihingen zu Gast, um dort zwei Schulklassen in die Welt der "Drachengasse 13" zu entführen. Meine Gastgeberin, Frau Martin, hat in ihrem Blog ein paar Zeilen Rückblick verfasst.

Auch mir es einmal mehr viel Freude bereitet, mit den Kids "interaktiv" durch Bondingor zu streifen. Es ist doch immer wieder toll, mit wie viel Begeisterung die Schüler mitlesen. Und wie wenig Scheu sie haben, Rollen zu übernehmen, ganz egal, wie gut sie nun tatsächlich vorlesen können.

Mittwoch, 30. April 2014

Deutscher Phantastik Preis 2014 - Die Hauptrunde läuft!

Der dpp wird jährlich von den Besuchern des Online-Magazins Phantastik-News.de in verschiedenen Kategorien vergeben. Der Nominierungsrunde im Frühjahr folgt eine Endrunde im Sommer. Die Preise werden dann üblicherweise im Herbst verliehen.

Aktuell läuft die Hauptrunde zum dpp 2014. In 9 Kategorien freuen sich die Nominierten auf eure Stimme. Denn der dpp ist ein Publikumspreis und hat nur dann seinen Wert, wenn besonders viele Leute mitmachen. Also: Schaut dort mal vorbei und setzt eure Kreuze! Es kostet euch nur fünf Minuten - und irgendjemand freut sich am Ende darüber. Im Zweifelsfall meine Wenigkeit, denn "Das geraubte Paradies" hat es zu meiner Freude in der Kategorie "Bester Roman" in den Kreis der Final Five geschafft. :-)

Die Hauptrunde läuft noch bis 18.5.2014.

Donnerstag, 3. April 2014

"Imperium der Drachen" - Jetzt aber das echte Cover!

Nach dem kleinen Aprilscherz soll nun natürlich auch das echte Cover von "Imperium der Drachen - Das Blut des Schwarzen Löwen" enthüllt werden. Ich bin sehr begeistert davon. Das Cover macht einfach Lust auf mehr. Ich hoffe, dass es den Lesern auch so gehen wird. ;-)


Dienstag, 1. April 2014

"Imperium der Drachen" - Das Cover ist enthüllt!

Für meine Fans und Freunde bei Facebook: Ups, jetzt ist mir doch einer rausgerutscht. :-)


(Vielen Dank an Fleck aus der "Drachengasse 13" für seine freundliche Mitarbeit bei diesem Aprilscherz.)

Mittwoch, 19. März 2014

Gelesen: "Saga - Eins" von Brian K. Vaughan

Ich möchte euch mal wieder ein Werk vorstellen, das ich für ziemlich bemerkenswert halte. Diesmal handelt es sich um einen Comic, genauer den Auftaktband von "Saga" von Brian K. Vaughan und Fiona Staples. Ich habe ihn schon vor einer Weile gelesen, aber jüngst mal wieder in der Hand gehabt.

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Saga – Eins

Ein fantastisches Universum, ein unsinniger, Welten umspannender Krieg und zwei junge Leute, die bloß Frieden für sich und ihre gemeinsame Tochter finden wollen – das sind die Zutaten, aus denen Brian K. Vaughan und Fiona Staples die Geschichte ihrer neuen, bereits mehrfach preisgekrönten Comic-Reihe mit dem passenden Titel „Saga“ kreieren. Mythos meets Science Fiction. Eine Mischung, die schon vom Cover an neugierig macht.

Man fühlt sich ein wenig, als wären die Figuren der antiken Mythologie ins 3. Jahrtausend versetzt worden. Oder als befände man sich buchstäblich „vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis“. Geflügelte Soldaten kämpfen gegen widderhörnige Krieger. Ein magisch begabte Einhornfrau und eine spinnenartige Jägerin treiben ihr Unwesen, eine altägyptisch anmutende Lügekatze ist die Begleiterin eines einsamen Söldners. Doch das fantastische Universum von Autor Brian K. Vaughan („Ex Machina“) und Zeichnerin Fiona Staples („North 40“) legt sich insgesamt keinerlei Beschränkungen auf. So wird es neben mythisch inspirierten Geschöpfen auch von rebellischen, jugendlichen Geistern, die an die „Lost Kids“ aus „Peter Pan“ erinnern, und monitorköpfigen, aber ansonsten sehr menschlichen Robotern, die aus ihrem Körper Waffen ausbilden können wie der T-1000, bevölkert. Es ist ein Mythen-Mix aus uralten Geschichten, moderner Popkultur und ganz Eigenem, der „Saga“ so reichhaltig macht.

Die Handlung atmet das klassische „Romeo-und-Julia“-Thema. Zwei Welten, der riesige Planet Landfall und sein kleiner Mond Ranke, kämpfen seit Urzeiten und ohne dass jemand noch weiß, warum eigentlich, gegeneinander. Um die eigene Heimat vor der Auslöschung zu bewahren, wurde der Krieg mittlerweile ausgelagert und hat die halbe Galaxis erfasst. Zahllose Welten kämpfen nun für den Planeten oder den Mond. Die beiden Protagonisten Alana und Marko – sie von Landfall, er von Ranke – haben keine Lust mehr zum gegenseitigen Töten. Er ist im Herzen Pazifist, sie zumindest kriegsmüde. Also haben sich beide davongestohlen und obendrein ineinander verliebt.

Der Roman beginnt mit der Frucht dieser Liebe, der Geburt der kleinen Tochter der beiden, eigentlich ein Unding, aber zugleich das Symbol einer Hoffnung auf Versöhnung zwischen den Völkern. Natürlich ist keine der feindlichen Gruppen auf Versöhnung aus, weswegen die Fahnenflüchtigen von beiden Seiten über den Planeten Kluft gejagt werden, auf dem sie sich versteckt halten. In einer abenteuerlichen Reise versuchen sie nicht nur, ihren Häschern zu entgehen, sondern auch – einer sehr obskuren Karte eines ebenso obskuren Affenmanns folgend – eine Möglichkeit zu finden, von dieser Welt zu verschwinden, damit Alana ihrer Tochter „das Universum“ zeigen kann.

Die Story im Kern mag sehr klassisch anmuten, doch in den Details wird sie zu etwas Besonderem. Die selbstbewusste Alana und der sanftmütige Marko, der – das deutet sich an – früher ganz anders war, sind Charaktere mit Herz und Seele, mit denen der Leser gerne unterwegs ist. Die Art, wie sie sich lieben und streiten, erinnert irgendwie an die Ensembles von Joss Whedon, manche Dialoge erzeugen (zweifellos ohne Absicht) sogar ein enormes „Buffy“-Déjà-vu – was nichts Schlechtes ist. Dazu kommt eine Fabulierfreude, die ständig neue, eigenwillige Schauplätze, Geschöpfe oder Entwicklungen präsentiert. Interessante Nebenfiguren, wie ein Freilanzer (sic!) namens Der Wille und ein Roboterprinz namens IV, ein wenig wohl dosierte Anwendung von Sex und Gewalt sowie eine merklich cineastische Erzählweise (ich frage mich, wie viele Comic-Autoren eigentlich schon beim Entwickeln ihrer Geschichten nach Hollywood schielen) sorgen dafür, dass man von der ersten bis zur letzten Seite regelrecht durch den Comic-Band fliegt.

Fiona Staples’ Bilder weisen einen etwas groben, ruppigen Strich auf, die sich erst in der Kolorierung vollends entfalten. Die Figuren und ihre Gefühle sind stets sehr gut getroffen, das Farbenspiel der digital erzeugten Hintergründe reicht von blassen, nur schwach konturierten Ambientetönen bis zu prächtigen Feuerhöhlen und psychedelischen Bordellplaneten. Es handelt sich um einen interessanten, durchaus eigenen Stil aus harten Linien und weichem Farbeinsatz, aber visuell spektakulär würde ich „Saga“ nicht nennen. Dazu fehlt es zu sehr an Details in den meisten Bildern. Was dem Genuss an sich jedoch keinen Abbruch tut. Tatsächlich passen Geschichte und Bilder sehr gut zusammen. Und am Ende wünscht man sich sofort den zweiten Band herbei.

Der Comic kommt – für Cross Cult so typisch – im schönen Hardcover daher, und neben der Geschichte findet sich noch ein kleines Interview mit Fiona Staples als Bonusmaterial am Schluss.

Fazit: „Saga“ ist ein Füllhorn an schrägen Figuren, ungewöhnlichen Settings und fantasievollen Storydetails. Fans klassischer Fantasy werden zwar ebenso wenig damit bedient, wie beinharte Science-Fiction-Afficionados, aber wer bereit ist, sich auf einen hemmungslosen Mythen-Mix, auf die Verschmelzung von Gestalten der Legende mit modernster Technik und von klassischen Erzählmotiven mit whedonesken TV-Serien-Wendungen einzulassen, der wird etwas Neues und Ungewöhnliches entdecken, zu dem man Autor und Zeichnerin nur gratulieren kann.

Saga – Eins
Comic
Brian K. Vaughan, Fiona Staples
Cross Cult 2013
ISBN: 978-3864251870
160 S., Hardcover, deutsch
Preis: EUR 22,00

Sonntag, 16. März 2014

Das war Leipzig .... 2014

Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich, aber ich war tatsächlich auch 2014 auf der Buchmesse Leipzig - allerdings diesmal aus Zeit- und Budgetgründen nur über die zwei Wochenendtage, was, wie ich festgestellt habe, tatsächlich auch reicht, wenn man sich seine Termine eng genug taktet.

Wie war Leipzig dieses Jahr? Werfen wir einen Blick auf die obligatorische Checkliste:

- Bei "Perry Rhodan" Signierstunde abhalten = CHECK
- Auf der Leseinsel einer Fantasy-Lesung lauschen = CHECK
- Bei WerkZeugs Kuchen und Getränke genießen = CHECK
- Kai Meyer und Markus Heitz die Hand schütteln = CHECK
- Agenturabend in feucht-fröhlicher Rund beiwohnen = CHECK
- Mit den Egmont-Damen wilde Projektpläne schmieden = CHECK
- Zu teuer mieses Messe-Essen verzehren = CHECK
- Zu wenig schlafen = CHECK

Gab es auch neue Eindrücke? Ein paar, natürlich.

- Ich habe den monumentalen neuen Leipziger S-Bahnhof kennengelernt.
- Ich habe mit Angelina Jolie geplaudert - na schön, ihrer deutschen Stimme (aber wenn man die Augen schließt, merkt man den Unterschied gar nicht ;-) ).
- Ich habe erfahren, dass Terrassenfliesen einen prima Steinsarg abgeben - zumindest akustisch.
- Ich habe festgestellt, dass Schinken in Leipzig Salami genannt wird - und umgekehrt.
- Ich habe das letzte Exemplar der schnellsten Nahverkehrsbahn der Welt gesehen, die 1935 mit 160 Sachen über deutsche Schienen brauste.

Ansonsten bedaure ich, dass ich mehrere Kollegen, die bereits am Freitag ihren letzten Messetag hatten, dieses Jahr verpassen musste. Auf der Habenseite ist dagegen zu verbuchen, dass die Maßnahme der Messeleitung, die Manga-Anhänger in Halle 1 auszulagern, erstaunliche Wirkung zeigte: Am Sonntag konnte man beinahe gemütlich durch Halle 2 schlendern. Trotzdem kam es mir jetzt nicht übermäßig leer vor. Die Lesungen auf der Leseinsel jedenfalls schienen genauso gut besucht, wie im Jahr zuvor.

Unterm Strich war es einmal mehr eine schöne Exkursion in den Osten, bei der Geselligkeit deutlich vor Geschäft kam - aber auch das muss ja ab und zu sein.